Archiv für September, 2008

Raus aus den Schulden - Schritt 1: Bestandsaufnahme

Dienstag, 30. September 2008

Überschuldung ist in Deutschland längst nicht mehr ein Problem der sozial Schwachen. Jeder zehnte erwachsene Bundesbürger ist laut Schuldendienst Creditreform überschuldet oder kämpft mit nachhaltigen finanziellen Problemen. In vielen Fällen ist Überschuldung auch die Folge einer Verstrickung mehrerer Schicksalsschläge. Aber wie kommt man aus der Schuldenfalle wieder heraus? Oder besser: wie gerät man erst gar nicht hinein?

Schritt 1: Bestandsaufnahme
Der erste Schritt ist das gewissenhafte Führen eines Haushaltsbuches. Ziel ist es, sich anhand der Einnahmen-/ Ausgabenrechnung einen genauen Überblick zu verschaffen, wie es wirklich um die finanzielle Situation steht. Eine Vorlage für den Haushaltsplan findet man unter meine-schulden.de.

Auf der Einnahmenseite werden alle regelmäßigen monatlichen Geldzuflüsse aufgelistet:
a) Lohn und Gehalt, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Rente, Nebenjob-Verdienste
b) Beihilfen wie Kindergeld, Waisengeld, BaFög, Erziehungsgeld sowie Wohngeld
c) Sonstige Einkünfte z.B. aus Vermietung/ Verpachtung
Die Summe aller Einzelbeträge ergibt die monatlichen Gesamteinnahmen.

Viele Betroffene geben unbewusst Geld aus. Das Zusammentragen aller getätigten Ausgaben in einer lückenlosen Übersicht erfordert eine gewisse Disziplin. Aber nur so wird es überschuldeten Personen gelingen, ihre Situation zu verbessern.

Die Ausgabenseite umfasst folgende Bereiche (kein Anspruch auf Vollständigkeit!):
a) Wohnkosten: Miete bzw. Finanzierungsbelastung, Nebenkosten wie Gebäudeversicherung, Grundsteuer, Müllgebühren, Kabelfernsehen, Strom, etc.
b) Kommunikation: Telefon, Handy, Internet, Pay-TV, GEZ
c) Mobilität: öffentliche Verkehrsmittel oder Auto (Benzin, Steuer und -Versicherung, Finanzierungen)
d) Versicherungen: Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Hausrat-, Unfall-, Lebens-, Renten- oder Krankenversicherungen
e) Regelmäßige Zahlungen z.B. Unterhaltszahlungen, Schuldentilgung (alte Kredite), Geldanlage
f) Genussmittel: Tabak, Alkohol
g) Sonstiges: Haustiere, Hobbies, Kleidung, kleine Reparaturen
h) Lebensmittel

Kosten, die nur viertel-, halbjährlich oder einmal pro Jahr anfallen z.B. KFZ-Versicherung oder GEZ-Gebühr, müssen jeweils anteilig berücksichtigt werden. Die Summe ergibt die Gesamtbelastung pro Monat.

Das Ergebnis: Sind die Einnahmen größer als die Ausgaben, steht die Ampel auf Grün und man kann darüber nachdenken, einen neuen Kredit aufzunehmen. Allerdings sollte man sehr konservativ planen. Solange genügend finanzieller Spielraum für die Rückzahlung der Kreditraten vorhanden ist, bleibt die Ampel auf Grün. Für die Tilgung eines neuen Kredites sollte höchstens 40% des verfügbaren Einkommens verwendet werden.

Entsprechen die Einnahmen genau den Ausgaben, steht die Ampel auf Gelb - ein deutliches Warnsignal! Eine zusätzliche Mehrbelastung ist hier nicht mehr drin.

Sind die Einnahmen sogar niedriger als die Ausgaben, steht die Ampel auf Rot. Hier heißt es: Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und die richtigen Maßnahmen einleiten!

Im zweiten Teil unseres Beitrags “Raus aus den Schulden” werden wir konkrete Lösungswege aufzeigen.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Finanzkrise - eine Folge mangelnder Risikotransparenz?

Mittwoch, 24. September 2008

Die internationale Finanzkrise erreicht ihren Höhepunkt: Die US-Regierung lässt nichts unversucht, um eine fortlaufende Pleitewelle bei den Banken zu verhindern. Der aktuelle Plan der US-Regierung sieht vor, mit einem 700 Milliarden Dollar schweren Rettungsfond die faulen Kredite aufzukaufen und damit den angeschlagenen Finanzhäusern wieder zu Liquidität zu verhelfen. Insgesamt soll dies zur Stabilisierung der erschütterten Finanzmärkte beitragen. Auch andere Industriestaaten sollen dem Beispiel folgen und sich am Rettungspaket beteiligen. Die Pläne stoßen allerdings auf scharfe Kritik. Denn zunächst scheint es so, als ob der Steuerzahler für die Milliardenschweren Verluste durch geplatzte Immobilienkredite aufkommen muss. Allerdings argumentiert Präsident George W. Bush damit, dass es ohne das Einschreiten durch die Regierung zu weiteren Belastungen auf den Finanzmärkten kommen wird und sich das Problem letztendlich noch mehr auf den Durchschnittsbürger ausweiten würde.

Finanzmarktexperten halten den Bankenkrach nicht für eine unvorhersehbare Katastrophe, die alle paar Jahre vorkommt und die internationalen Finanzmärkte in Mitleidenschaft zieht. Nein, vielmehr hätte man sich mit dem richtigen Bauplan gegen solch einen “Tsunami” schützen können. Das Problem der Finanzkrise ist u.a. darin begründet, dass die Kredit-finanzierten US-Immobilien von den Rating-Agenturen vollkommen unseriös bewertet und die Risiken damit nicht adäquat klassifiziert wurden. Otto Bernhardt, Finanzexperte der CDU-Bundestagsfraktion, sieht die Rating-Agenturen sogar als Hauptschuldige: “Die Leute haben Produkte gekauft, die sie nicht verstanden haben und sich auf das Urteil der Ratingagenturen verlassen” (Quelle: Tagesspiegel vom 22.09.2008).

Wir werden oft gefragt, wie sich die Finanzkrise auf den smava Marktplatz auswirkt. Für Anleger ist das auf dem smava Marktplatz vorhandene Risiko transparent und durch den Risikoaufschlag berücksichtigt. Zudem spielen die Eigenschaften der Anlageklasse “smava Kreditforderungen” ihre Vorteile aus: gute Renditen, niedrige Volatilität und vor allem eine geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen. Das bedeutet, dass das Risiko der bei smava finanzierten Kredite unabhängig von der Entwicklung der Aktien- oder Bondmärkte ist.

Sprich: Ihre Rückzahlung der finanzierten Kredite erfolgt unabhängig davon, ob nun Börsenhausse oder -baisse ist. Insofern mehr denn je eine ideale Depotbeimischung. Als indirekte Folge der Kreditkrise spüren wir seit einigen Monaten ein erhöhtes Anlegerinteresse, weil viel Liquidität aus anderen Anlageklassen umgeschichtet wird. Für Kreditnehmer besteht keine Auswirkung, weil bei smava sichere rechtliche Rahmenbedingungen bestehen. Das bedeutet beispielsweise, dass die vertraglich vereinbarten Zinsen nicht - wie bei Immobilienkrediten in den USA teilweise der Fall - nachträglich angehoben oder verändert werden können.

Insgesamt sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf den smava Marktplatz also sehr gering. Es ist zu hoffen, dass sich die Finanzmärkte in den nächsten Wochen wieder etwas beruhigen. Dabei ist eines sicher: die dramatischen Veränderungen an den Finanzmärkten werden uns noch lange darüber hinaus beschäftigen.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Der klügere Anleger fragt nach

Mittwoch, 17. September 2008

Die Sparquote der Deutschen hat ein neues Hoch erreicht: Der Anteil der Ersparnisse gemessen am verfügbaren Einkommen lag 2007 bei 10,9%. Für 2008 wird sogar ein Anstieg auf 11% erwartet (Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken). Nach einer Umfrage von TNS Infratest, die vom Verband der Privaten Bausparkassen in Auftrag gegeben wurde, nannten 63,5 Prozent der befragten Bundesbürger als Grund fürs Sparen den Erwerb von Produkten (Konsumausgaben), was nur im ersten Moment paradox erscheint. Denn zu gegebener Zeit soll das angesparte Geld für größere Anschaffungen eingesetzt werden (Quelle: Verband der Privaten Bausparkassen e.V., Pressemitteilung vom 11. Juni 2008).

Im Hinblick auf diesen Spar-Enthusiasmus ruft allerdings die Verteilung auf die genutzten Anlageformen ein wenig Verwunderung hervor. Mit 54,4% steht das gute alte Sparbuch immer noch an erster Stelle. Geht man von einer Verzinsung des Sparbuchguthabens von 1% aus, machen die meisten bei einer aktuellen Inflationsrate von 3,3% Verlust. Anleger, die zugunsten der Rendite etwas mehr Risiko in Kauf genommen haben, investierten bisher gerne in Aktien. Nach den Börsenturbulenzen in der letzten Zeit sind Aktien allerdings auch bei den risikofreudigeren Anlegern nicht mehr erste Wahl in Sachen Geldanlage. 2007 zogen die Deutschen insgesamt knapp 16 Milliarden Euro aus Aktien ab. Dagegen erfreuen sich Anlageformen wie das Festgeld wieder neuer Beliebtheit. Aktuell kommen immer wieder neue attraktive Festgeldangebote auf den Markt. Einige übertrumpfen mit über 5,4 % Zinsen sogar das in der Regel höherverzinsliche Tagesgeld.

Doch zum einen sei auch an dieser Stelle wieder darauf hingewiesen, dass es sich um Lockangebote handeln kann, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Oft gelten die beworbenen Zinssätze nur für Neukunden oder ab einer Mindestanlagesumme. Und zum anderen erzielen Anleger über Investments auf dem smava Marktplatz höhere Renditen - und das bei gut kalkulierbarem Risiko.

Warum die meisten Deutschen Ihr Geld dann immer noch auf ein Sparbuch legen und nicht in eine attraktive Anlageklasse wie smava-Kredite? Zum einen, weil die Vorteile von smava noch nicht allen Anlegern bekannt sind. Das hat uns beispielsweise die positive Resonanz auf unseren letzten Fernsehbeitrag vom 06. September 2008 im RTL Nachtjournal gezeigt.

Zum anderen merken wir in unseren Telefongesprächen mit interessierten Anlegern, dass es noch Annahmen über smava gibt, die nicht vollständig korrekt sind:

1. “Warum leihen sich Kreditnehmer auf dem smava Marktplatz Geld für einen Zins von 6 - 15%? Es gibt doch schon Kreditangebote ab 5% Zinsen.” Dahinter steckt die immer noch weit verbreitete Annahme, dass Lockvogelangebote einiger Banken für alle gelten. Hier gilt dasselbe wie für Flugangebote zu “Günstigst-Preisen”. Wer ist schon jemals für 9,90 EUR nach Paris geflogen? Ähnlich ist es bei sehr günstigen Kreditangeboten: diese gelten nur für “ideale Kreditnehmer”, so dass man in der Regel wesentlich mehr zahlt. Deshalb ist der bei smava von den Kreditnehmern selbst festgelegte Zins ein gutes Angebot für viele Kreditnehmer - insbesondere für Selbständige, die oftmals überhaupt keinen Kredit von Banken angeboten bekommen. Abgesehen davon profitieren Kreditnehmer bei smava auch von einer höheren Flexibilität. Es gibt keine Vorfälligkeitsentschädigungen, Kreditnehmer können den noch offenen Kreditbetrag problemlos vorzeitig tilgen. Auch die gleichberechtigte Verhandlungsposition des Kreditnehmers gegenüber dem Anleger ist ein wichtiger Punkt.

2. “Bei so guten Renditen muss das Risiko hoch sein.” Klar: keine Geldanlage ist vollkommen ohne Risiko. Aber: bei smava ist das Risiko durch den Absicherungsmechanismus der Anleger-Pools kalkulierbar. Das bedeutet, dass Anleger das Risiko je nach Risikoneigung einschätzen und einpreisen können. Da man seine gesamte Geldanlage i.d.R. aber auf mehrere Bonitätsklassen verteilt, ist das Risiko noch breiter gestreut. In den meisten Fällen liegt die “effektive” Rendite bei smava über der Rendite anderer Anlageklassen wie Festgeld.

3. “Das Geld, das ich in smava Kreditprojekte gesteckt habe, ist mindestens 3 Jahre gebunden und nicht verfügbar.” Vergleichbare Geldanlagen wie Festgeld oder Sparbriefe erlauben den Anlegern ebenfalls keine Transaktionen während der Laufzeit. Im Unterschied zu Festgeld erhält er aber jeden Monat einen Teil seines eingesetzten Kapitals wieder zurück. Nach 18 Monaten ist also ca. die Hälfte des Investments wieder verfügbar. Ideal ist die Kombination aus smava Geldanlage und Tagesgeldkonto. So werden die monatlichen Rückflüsse, also die Tilgungsraten plus Zinsen, sofort weiterverzinst.

Auf den Geschmack gekommen? Dann legen Sie los! … und wenn Sie Fragen haben oder sich noch unsicher sind, fragen Sie! Der klügere Anleger fragt nach.

Viele Grüße,

Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Die größte innerdeutsche Bankenfusion – sind Kunden die Gewinner?

Dienstag, 9. September 2008

Am 31. August wurde es offiziell bekannt gegeben: Die Commerzbank übernimmt die Allianz-Tochter Dresdner Bank für 9,8 Milliarden Euro. Die Marke „Dresdner Bank“ wird mittelfristig aus der Deutschen Bankenlandschaft verschwinden.

Mit der Fusion wird die Marktposition der Commerzbank gefestigt und neben der Deutschen Bank entsteht in Deutschland eine zweite, international wettbewerbsfähige Großbank. So positiv Bundesfinanzminister Peer Steinbrück diese Entwicklung auch bewertet, so hat sie auch einen bitteren Beigeschmack – zumindest für Arbeitnehmer, die nun um ihren Arbeitsplatz bangen, und viele Kunden. Denn eine Fusion bedeutet zunächst eine höhere Konzentration auf wenige Anbieter in einem Markt und geht mit einer stärkeren Marktmacht der beiden verschmolzenen Unternehmen einher. Letztere sitzen nun am längeren Hebel und haben ein leichtes Spiel, Angebot und Preis nach und nach in die gewünschte Richtung zu lenken.

In erster Linie hat eine Fusion natürlich den Zweck, Kosten einzusparen. Hauptsächlich Unternehmensbereiche, die Fixkosten verursachen, werden auf eine angemessene Größe reduziert, was meist einen massiven Stellenabbau zur Folge hat. Im aktuellen Fall der Fusion zwischen Commerzbank und Dresdner Bank sollen 9.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, also rund 13 Prozent der insgesamt 67.000 Stellen beider Häuser. Deutschland ist mit ca. 6.000 Stellen betroffen.

Neben Kosteneinsparungen und der Verbesserung der strategischen Marktposition sehen Unternehmen in einer Fusion vor allem die Chance, zusätzliches Know-how dazu zu gewinnen und Synergie-Effekte zu nutzen. Diese wiederum können direkt auf Produkte und Dienstleistungen, genauer gesagt die Preisstruktur übertragen werden, so dass Kunden nicht zwangsläufig die Leidtragenden sein müssen. So hoffen viele Privat- und Firmenkunden der Commerzbank und der Dresdner Bank darauf, dass sie in Form von günstigeren Kredit- und Girokonto-Angeboten von der neuen Situation profitieren werden.

Es ist allerdings auch davon auszugehen, dass sich die Produktauswahl des neuen Bankriesen insgesamt verkleinern wird und damit viele günstige Angebote wieder vom Markt zurückgezogen werden. Zudem müssen die 40 Millionen bestehenden Kunden damit rechnen, einen neuen Kundenberater vor die Nase gesetzt zu bekommen oder sogar beim nächsten Besuch ihrer Bankfiliale vor verschlossenen Türen zu stehen. Denn voraussichtlich sollen 300 Filialen geschlossen werden – für viele ein triftiger Grund, die Bank zu wechseln. Bei einer Fusion wie dieser können sich Kunden nicht mehr sicher sein, von ihrem bisherigen Ansprechpartner weiter betreut zu werden.

In diesem Punkt unterscheidet sich ein transparenter Marktplatz wie smava ganz erheblich von einer Bank. Natürlich gibt es auch bei smava einen Kundenservice, der Funktionalitäten etc. auf Anfrage erläutert. Aber darüber hinaus bietet die smava Community immer die Möglichkeit, an alle relevanten Informationen zu gelangen. Damit kann man jederzeit das Beste aus seinem smava-Geschäft (Kreditprojekt oder Geldanlage) herausholen.

Wie? Zum einen geben erfahrene Kreditnehmer und Anleger im smava Forum konstruktiv und kritisch Ihr „Know-how“ weiter und tauschen sich aus. Dabei sind für vor allem Faktoren wichtig, die es beim Erstellen von Privatkredit-Projekten bzw. bei der Portfolio-Planung auf smava zu beachten gilt. Zum anderen können Anleger und Kreditnehmer direkt über das smava Nachrichtensystem – anonym ohne Preisgabe der Identität – miteinander reden und Fragen stellen. Im Ergebnis bekommen so bereits existierende smava Kunden und interessierte Neulinge Informationen direkt und ungefiltert voneinander - etwas, das zur Zeit keine Bank bietet.

Viele Grüße,

Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Restkreditversicherungen – Sicherheit oder Abzocke?

Dienstag, 2. September 2008

In diesem Beitrag möchten wir Sie über die Notwendigkeit oder Unsinnigkeit einer Restkreditversicherung informieren.

Zunächst einmal ist diese Art der Kredit-Versicherung ein besonderer Risikolebensversicherungsvertrag und ist auch bekannt unter dem Begriff Restschuldversicherung. Hierbei geht es darum seine Verwandten und Familie davor zu bewahren im Todesfall auf den Schulden sitzenzubleiben. Sollte dieser Fall eintreten deckt die Versicherung alle eventuellen Schulden ab und die Angehörigen tragen nicht das Risiko des Verstorbenen mit. Gerade wenn dieser das Haupteinkommen des Haushalts beigesteuert hat, macht eine Restkreditversicherung (RKV) oft Sinn.

Wer sich für den Todesfall absichert, braucht üblicherweise keine besondere Restkreditversicherung mehr. Allerdings ist dies auch jeweils für den einzelnen Fall abzuwägen: Wenn die finanzielle Situation sowieso schon kritisch ist, ist es für die Hinterbliebenen oftmals schwierig, die verbleibende Summe dann für die Abzahlung der Schulden zu nutzen. Deshalb sollte man sich auch hier Gedanken über eine gute Restkreditversicherung machen.


Diese ist vorzugsweise dann ideal, wenn man genau den übrigen Darlehensbetrag, der zur Rückzahlung der Schulden an den Schuldner nötig ist, bereit hält. Generell ist diese Art der Versicherung also sehr zu empfehlen. Dennoch wird sie auch oftmals von zwielichtigen Kreditvermittlern oder Banken für versteckte Gebühren eingesetzt: Schließlich gibt es Situationen in denen Menschen keine Restkreditversicherung benötigen, beispielsweise weil Ihre Sterbewahrscheinlichkeit durch junges Alter sehr gering ist oder sie alleinstehend sind und somit nicht die Gefahr besteht, dass eventuelle Familienmitglieder auf dem Schuldenberg sitzenbleiben. Diesen Menschen werden oftmals trotzdem Restkreditversicherungen verkauft, damit die Courtage des Maklers steigt.

Genauso wichtig wie es bei jeder Entscheidung für eine Versicherung ist, mehrere Angebote einzuholen und mit Hilfe eines Versicherungsvergleichs die richtige Alternative zu wählen, ebenso wichtig ist es im Falle der Restkreditversicherung auch, sich gut zu überlegen, inwieweit diese überhaupt Sinn macht bzw. nötig ist. Mehr Sicherheit sowohl für Ihre Familie als auch für Ihre potenziellen Anleger auf smava birgt sie jedoch allemal.

Viele Grüße,

Eckart Vierkant, Geschäftsführer smava GmbH