Die größte innerdeutsche Bankenfusion – sind Kunden die Gewinner?

9. September 2008

Am 31. August wurde es offiziell bekannt gegeben: Die Commerzbank übernimmt die Allianz-Tochter Dresdner Bank für 9,8 Milliarden Euro. Die Marke „Dresdner Bank“ wird mittelfristig aus der Deutschen Bankenlandschaft verschwinden.

Mit der Fusion wird die Marktposition der Commerzbank gefestigt und neben der Deutschen Bank entsteht in Deutschland eine zweite, international wettbewerbsfähige Großbank. So positiv Bundesfinanzminister Peer Steinbrück diese Entwicklung auch bewertet, so hat sie auch einen bitteren Beigeschmack – zumindest für Arbeitnehmer, die nun um ihren Arbeitsplatz bangen, und viele Kunden. Denn eine Fusion bedeutet zunächst eine höhere Konzentration auf wenige Anbieter in einem Markt und geht mit einer stärkeren Marktmacht der beiden verschmolzenen Unternehmen einher. Letztere sitzen nun am längeren Hebel und haben ein leichtes Spiel, Angebot und Preis nach und nach in die gewünschte Richtung zu lenken.

In erster Linie hat eine Fusion natürlich den Zweck, Kosten einzusparen. Hauptsächlich Unternehmensbereiche, die Fixkosten verursachen, werden auf eine angemessene Größe reduziert, was meist einen massiven Stellenabbau zur Folge hat. Im aktuellen Fall der Fusion zwischen Commerzbank und Dresdner Bank sollen 9.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, also rund 13 Prozent der insgesamt 67.000 Stellen beider Häuser. Deutschland ist mit ca. 6.000 Stellen betroffen.

Neben Kosteneinsparungen und der Verbesserung der strategischen Marktposition sehen Unternehmen in einer Fusion vor allem die Chance, zusätzliches Know-how dazu zu gewinnen und Synergie-Effekte zu nutzen. Diese wiederum können direkt auf Produkte und Dienstleistungen, genauer gesagt die Preisstruktur übertragen werden, so dass Kunden nicht zwangsläufig die Leidtragenden sein müssen. So hoffen viele Privat- und Firmenkunden der Commerzbank und der Dresdner Bank darauf, dass sie in Form von günstigeren Kredit- und Girokonto-Angeboten von der neuen Situation profitieren werden.

Es ist allerdings auch davon auszugehen, dass sich die Produktauswahl des neuen Bankriesen insgesamt verkleinern wird und damit viele günstige Angebote wieder vom Markt zurückgezogen werden. Zudem müssen die 40 Millionen bestehenden Kunden damit rechnen, einen neuen Kundenberater vor die Nase gesetzt zu bekommen oder sogar beim nächsten Besuch ihrer Bankfiliale vor verschlossenen Türen zu stehen. Denn voraussichtlich sollen 300 Filialen geschlossen werden – für viele ein triftiger Grund, die Bank zu wechseln. Bei einer Fusion wie dieser können sich Kunden nicht mehr sicher sein, von ihrem bisherigen Ansprechpartner weiter betreut zu werden.

In diesem Punkt unterscheidet sich ein transparenter Marktplatz wie smava ganz erheblich von einer Bank. Natürlich gibt es auch bei smava einen Kundenservice, der Funktionalitäten etc. auf Anfrage erläutert. Aber darüber hinaus bietet die smava Community immer die Möglichkeit, an alle relevanten Informationen zu gelangen. Damit kann man jederzeit das Beste aus seinem smava-Geschäft (Kreditprojekt oder Geldanlage) herausholen.

Wie? Zum einen geben erfahrene Kreditnehmer und Anleger im smava Forum konstruktiv und kritisch Ihr „Know-how“ weiter und tauschen sich aus. Dabei sind für vor allem Faktoren wichtig, die es beim Erstellen von Privatkredit-Projekten bzw. bei der Portfolio-Planung auf smava zu beachten gilt. Zum anderen können Anleger und Kreditnehmer direkt über das smava Nachrichtensystem – anonym ohne Preisgabe der Identität – miteinander reden und Fragen stellen. Im Ergebnis bekommen so bereits existierende smava Kunden und interessierte Neulinge Informationen direkt und ungefiltert voneinander - etwas, das zur Zeit keine Bank bietet.

Viele Grüße,

Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

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