Unternehmer stellen sich auf smava.de vor: Andrea Himmelstoß, freie Texterin und Journalistin
Dienstag, 29. Juni 2010
Wie bereits in einigen Blogbeiträgen getan, möchten wir wieder eine Selbständige zu Wort kommen lassen. Die Journalistin Andrea Himmelstoß berichtet heute über ihre Erfahrungen.
Als freiberufliche Journalistin und Werbetexterin betreibe ich im fränkischen Fürth “Das Texthaus” (www.das-texthaus.de). Dass Passanten mir im Texthaus durch große Schaufensterscheiben bei der Arbeit zuschauen können, ist ein wenig ungewöhnlich. Das Konzept, einen Beruf ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen, der sonst eher im heimischen Büro, in Redaktionen und Agenturen ausgeübt wird, ist aber besonders im Bereich Werbetext erfolgreich. Ungewöhnlich ist mein Büro aber auch wegen seiner Farbe – es ist ganz in Rosa gehalten.
Unternehmen unterschiedlicher Größe zählen im Bereich Werbetext zu meinen Kunden. Bevor ich einen Werbetext für einen neuen Kunden oder ein neues Projekt erstelle, führe ich mit den Unternehmern oder Entscheidern ausführliche Gespräche, um die Besonderheiten des jeweiligen Unternehmens herauszuarbeiten. Das ist die beste Basis, um für den Kunden Texte für zum Beispiel Broschüren, Websites oder Mailings zu erstellen, in denen das Unternehmen – genau wie dessen Produkte – erfolgreich präsentiert wird. Viele meiner Kunden kamen auf Empfehlung zu mir, andere über das Internet und wieder andere, weil sie “Das Texthaus” in der Fürther Altstadt kennen.
Im journalistischen Bereich schlage ich Redaktionen Themen vor, die in deren thematisches Umfeld passen. Dazu muss man sich natürlich erst einmal das Medium genau anschauen und die Themenfindung darauf abstimmen – wobei natürlich meine eigene Kreativität stark gefragt ist. Wenn dann seitens der Redaktion Interesse besteht, recherchiere und verfasse ich die gewünschten Artikel. Die thematischen Schwerpunkte meiner journalistischen Arbeit lagen in letzter Zeit im Bereich Betriebsführung, Bauen und Wohnen, Essen und Trinken sowie Lifestyle. Früher schrieb ich auch häufig Artikel zu Reisethemen.
Neben meiner Kerntätigkeit verbringe ich recht viel Zeit damit, mein Unternehmen zu organisieren und noch stärker am Markt zu positionieren. Eine geringfügig beschäftigte Mitarbeiterin unterstützt mich in der Akquise von Neukunden. Ein weiterer geringfügig Beschäftigter kümmert sich um die Erfassung der Belege. Vor allem aber arbeitet eine fest angestellte Mitarbeiterin mit mir zusammen, die sich um sehr viele organisatorische Dinge kümmert und mich zum Beispiel mit Recherchen und Interviews bei meiner täglichen Arbeit sehr engagiert und kompetent unterstützt.
Ursprünglich habe ich übrigens Neuere deutsche Literatur, Psychologie und Soziologie studiert. Schon während meiner Studienzeit begann ich, als freie Journalistin Geld zu verdienen. Nach dem Studium arbeitete ich erst als Ressortleiterin, dann als stellvertretende Chefredakteurin für das Onlinemagazin eines Finanzdienstleisters. Anschließend bin ich in das Mutterunternehmen gewechselt, wo ich fast sieben Jahre lang im Onlinemarketing arbeitete. Nebenberuflich schrieb ich aber weiterhin und merkte, dass mein Herz daran hängt. Ich verbrachte im Laufe der Jahre immer mehr Zeit mit der Erstellung von Werbetexten, was mir sehr viel Freude machte.
2007 entschloss ich mich dann dazu, mich nur noch auf das Schreiben zu konzentrieren und gab schließlich meine Festanstellung auf. Mein Büro “Das Texthaus” liegt im Herzen von Fürth in der Nähe der bekannten Gustavstraße und des Bauernmarktes. Da ich mein Unternehmen erst 2007 gegründet habe, steckt es natürlich noch in den Anfängen. Doch meine wichtigsten Erwartungen wurden bereits erfüllt: Mich hat an der Selbstständigkeit vor allem die komplett andere Arbeitsform im Vergleich zu einem Großkonzern gereizt. Hier arbeite und entscheide ich ganzheitlich.
Der schnelle Erfolg hat mich gerade in der Anfangszeit schon ein bisschen überrascht. Dazu haben sicherlich besonders die Präsenz meines offenen Büros im öffentlichen Raum und andere öffentlichkeitswirksame Aktionen beigetragen. Das Erscheinungsbild meines Büros lockt des Öfteren interessierte Passanten an, die ab und an auch zu Kunden werden. Natürlich sind auch meine Professionalität und meine Erreichbarkeit wichtige Erfolgsfaktoren. Aufgrund meiner jetzigen Erfahrungen stehe ich meiner unternehmerischen Zukunft optimistisch gegenüber und habe bereits Pläne gefasst, um meine Schwerpunkte klarer herauszustellen. Im Moment beginne ich gerade damit, Workshops zum Texten von Mailings anzubieten. Die größte Herausforderung in meinem noch jungen Unternehmen war das korrekte Anmelden von Personal. Ich habe leidlich erfahren müssen, wie viel wertvolle Zeit und Energie durch Bürokratie verloren gehen kann.
In den ersten Jahren habe ich das Wachstum meines Unternehmen aus dem laufenden Geschäft finanziert. Doch angesichts der nötigen Renovierung meines Büros und um finanziell beweglicher zu sein, habe ich mir jetzt eine Finanzierung gewünscht. Im Austausch mit anderen Selbstständigen habe ich von der schwierigen Finanzierungssituation für Unternehmer erfahren. Bei Banken passen Freiberufler wohl nicht in das typische Raster und scheinen formal benachteiligt zu werden, weil sie nicht durch Standardprozesse erfasst werden können. Darum habe ich es von vornherein vermieden, zu einer Bank zu gehen, und die Finanzierung über den Online-Kreditmarktplatz smava beantragt. Mich haben der transparente Ablauf und die fairen Zinsen mehr als überzeugt. Ich hatte in jeder Phase das Gefühl, dass hier alles in Ordnung ist und dass offen und klar kommuniziert wird.


Aus aktuellem Anlass haben wir uns entschlossen auch mal einen Beitrag abseits der Welt der Finanzen zu schreiben, denn das Interesse der meisten Menschen liegt momentan wohl eher bei einem anderen Thema. Denn morgen, am 11. Juni ist es soweit und die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika startet mit dem ersten Gruppenspiel. Südafrika tritt um 16 Uhr gegen Mexiko an. Die deutsche Mannschaft ist dann am Sonntag gegen Australien zum ersten Mal an der Reihe und spätestens dann wird endgültig Ausnahmezustand in Deutschland herrschen. In den nächsten Wochen wird wohl die Diskussion um die WM-Favoriten das bestimmende Gesprächsthema sein. Wenn man nach den Wettquoten geht, dann sind momentan Spanien und Brasilien die Favoriten. Deutschland liegt demnach auf Platz 6, sogar noch hinter England.
