Neue EU-Verbraucherkredit-Richtlinie
11. Juni 2010| Tweet |
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Ab heute gilt eine neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie. Sie hat das Ziel den Kreditmarkt transparenter zu machen und bessere Kreditvergleiche zu ermöglichen. Konkret ergeben sich dadurch für Kreditnehmer einige Veränderungen:
- Da Banken nun einer strengeren Informationspflicht unterliegen, dürfen sie nicht mehr mit einem Zins werben, den nur sehr wenige Kreditnehmer erhalten. Wenn jedoch ein Werbezins angegeben wird, dann muss auch immer direkt daneben in einem repräsentativen Beispiel vorgerechnet werden, welchen Zins 2 Drittel der Kreditnehmer in der Vergangenheit bekommen haben.
- Die alleinige Angabe des Nominalzinssatzes ist künftig europaweit verboten. Ab jetzt muss auch immer der Effektivzinssatz, also der Zins für das gesamte Jahr inklusive der Gebühren und Provisionen angegeben werden. Dies bedeutet für Deutschland keine wirkliche Veränderung, für andere Länder in der EU aber schon.
- Banken müssen Ihre Kunden nun ausführlicher vor Abschluss eines Kreditvertrages informieren und angemessene Erklärungen geben.
- Eine weitere wichtige Neuerung ist das verbesserte Kündigungsrecht für Kreditnehmer. Ab 11. Juni können Kreditnehmer nämlich jederzeit aus dem Ratenkreditvertrag aussteigen, denn Mindestlaufzeiten sind nun gesetzlich untersagt. Maximal einen Monat darf eine Bank als Kündigungsfrist ansetzen. Jedoch ist eine Vorfälligkeitsentschädigung nach wie vor erlaubt.
Wir begrüßen diese Veränderungen und hoffen, dass es nun für Kreditnehmer leichter wird den passenden Anbieter zu finden. Für smava ändert sich durch die Richtlinie nicht sonderlich viel, da unsere Zinsen bereits zu jeder Zeit transparent in unseren Statistiken ersichtlich waren. Auch war eine Kündigung immer möglich, sogar ohne Vorfälligkeitsentschädigung.
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Juni 11th, 2010 at 9:16 pm
Die Reduzierung der Kündigungsfrist auf einem Monat ist wirklich eine kundenfreundliche Neuerung. Jetzt werden dies hoffentlich viele Kreditkunden zum Anlass nehmen, ihre Ratenkredite vorzeitig abzulösen. Zu viele Bankkunden denken leider immer noch, ein Kredit muss bis zum Ende der Laufzeit zum teuren Zinssatz abgestottert werden.
Nichts getan hat sich leider bei der Restschuldversicherung, obwohl die Restschuldversicherung den grössten Kostenfaktor beim Ratenkredit darstellt. Hier besteht wohl noch Handlungsbedarf von Seiten des Gesetzgebers.
Juni 13th, 2010 at 6:59 pm
[...] Übrigens: Guter Service kostet Geld und Gebühren, das gilt auch für die finanziellen „sozialen“ Netzwerke wie Smava. Und auch auf dem Blog von Deutschland führender Online-Kreditbörse (der laut Gründer Alexander Artope nur insofern das klischeehafte Etikett „sozial“ anheftet, weil sie ein erfolgreiches Geschäft zwischen zwei Parteien vermittelt) wird die neue Verbrauchkreditrichtlinie kurz beleuchtet: [...]
Juni 16th, 2010 at 7:50 pm
Leider sind diese Regularien “sehr schwammig” formuliert. Man weiß nicht genau, wo man den Hinweis bei Vergleichen und Rechnern machen muss, ob es auf der Detailseite ausreicht …
Ist halt typisch, wenn Bürokraten keine Ahnung vom Internet haben und Gesetzte nicht ausformulieren können.
Juni 18th, 2010 at 5:48 pm
[...] oft sehr intransparent sind und sich die Zinsen meist von Person zu Person unterscheiden. Die neue Verbraucherkreditrichtlinie hilft vielleicht dies zu ändern. Hinzu kommt noch, dass man bei vielen Banken nicht sofort seinen [...]
Juni 27th, 2010 at 11:36 am
[...] Bundesministerium der Justiz [ Umsetzung Verbraucherkreditrichtlinie ] 2. smava-Blog [ Zusammenfassung EU-Verbraucherkredit-Richtlinie ] 3. n-tv.de [ Zinswerbung soll ehrlicher werden [...]