Kosten der Finanzkrise

9. August 2010

Die Finanzkrise und damit verbundene staatliche Bankenrettung war eines der wichtigsten Themen im letzen Jahr. Dass der Staat in Folge der Krise tief in die Tasche greifen musste, wussten wir bereits, jedoch war bisher die genaue Höhe nicht bekannt. Eine Studie im Auftrag der Initiative Soziale Marktwirtschaft hat deshalb die Kosten ermittelt.
Zwischen 34 und 52 Mrd. € kostet den deutschen Steuerzahlern die Rettung der Banken in Folge der Finanzkrise. Das sind 417 bis 632 € pro Einwohner. Hinzu kommt, dass in diesem Betrag lediglich die direkten Kosten der Bankenrettung enthalten sind. Konjunkturpakete oder Steuerausfälle wurden nicht mit einberechnet. Interessanterweise fallen 80% der Kosten für die Rettung staatlicher Banken an. In Deutschland ist der staatliche Anteil am Bankensektor im Vergleich mit anderen europäischen Ländern besonders groß. Als Lehre kann man daraus ziehen, dass der Staat nicht besonders geeignet ist marktwirtschaftlich zu arbeiten, da untaugliche Geschäftsmodelle zu lange toleriert werden. Jedoch wurde in Folge der Finanzkrise der Staatsanteil eher noch erhöht. Alternativ rät die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft dazu, dass sich der Staat auf die Festlegung von vernünftigen Rahmenbedingungen konzentrieren und sich besser aus dem Bankensektor zurückziehen soll.

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