Archiv für Februar, 2012

smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (24. Februar 2012)

Mittwoch, 29. Februar 2012

Wochenrückblick Wirtschaft und FinanzenLiebe Leser,
auch diese Woche gibt es wieder zahlreiche Neuigkeiten, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Sehr interessant, ist die Meinung eines ehemaligen Rechnungsprüfers, der der Ansicht ist, dass die US-Wirtschaft demnächst genauso einbrechen wird, wie die griechische. Aber positive News gibt es aus Deutschland. VW plant in einigen Jahren an der Weltspitze der Automobilbranche zu stehen. Und auch warum ein hoher IQ bei der Geldanlage hilfreich sein soll, sowie weitere interessante wirtschaftliche Ereignisse sind hier in unserer Übersicht:


Wirtschaft und Unternehmen

Rettungspaket für Griechenland geht zu mehr als 50 Prozent an die Banken

Gut 85 Milliarden von den 165 Milliarden des Rettungspaketes für Griechenland fließen in die griechischen Banken. Generell werden gerade einmal 55 Milliarden im griechischen Haushalt ankommen. Somit hilft dieses zweite Rettungspaket direkt den Griechen eigentlich kaum. Aber warum die Rettung der Banken genauso wichtig ist, analysiert die wunderbare Welt der Wirtschaft.

VW plant weltweite Nummer Eins zu werden

Neben dem Ziel, dass der Automobilhersteller Porsche schnellst möglichst integriert werden soll, sollen nun auch General Motors und Toyota überholt werden. Es reicht ihnen nicht, der größte Automobilhersteller in Europa zu sein. VW will bis 2018 an der weltweiten Automobilspitze sein. Wenn man sich die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres anschaut, scheint dieses Vorhaben auch umsetzbar zu sein. Die genauen Zahlen und Gründe für diesen Erfolg, zeigen die Börsenblogger.

Börsen und Geldanlage

BASF veröffentlich bestes Ergebnis seit Beginn

Trotz des Gewinnrückgangs im letzten Quartal 2011, konnte der Chemiekonzern das Jahr mit dem besten Ergebnis seiner Geschichte abschließen. Vergleicht man den Umsatz zu 2010, hat sich dieser um 15 Prozent vergrößert. Somit können sich die Aktionäre über eine Dividende von 4 Prozent freuen, aber auch neue Käufer können sich an einem KGV von 9 erfreuen. Welche Ziele BASF 2012 anstrebt, zeigen die Börsenblogger.

Hoher IQ ist bei der Geldanlage vorteilhaft

Laut einer aktuellen Studie, die in der New York Times veröffentlicht wurde, wurde jetzt bekannt, dass Menschen mit einem hohen IQ, Portfolios mit einem besseren Risiko-Rendite-Verhältnis aufbauen, als Menschen mit einem niedrigen IQ. Warum bei dieser These jedoch Vorsicht geboten ist, analysiert Acemaxx-Analytics.


Geldmarkt und Währungen

Japan erholt sich nur schlecht

Der starke Yen und die zurückgehende globale Nachfrage führten zu einem rekordhohen Haushaltsdefizit in Japan. Nachdem das Land durch das Erdbeben mit der anschließenden Tsunamiwelle so geschwächt war, hatte man wieder Hoffnung. Jedoch zeigt der Rückgang im Export von 9,3 Prozent im Gegensatz zum Vorjahresmonat, dass die Wirtschaft weiter schrumpft. Eine detaillierte Übersicht, über die Im-und Exporte zeigt Wirtschaftsfacts.

US-Wirtschaft bald auf dem Niveau Griechenlands

David Walker, ehemaliger Rechnungsprüfer und derzeitiger Vorsitzender der Comeback America Initiative, gab jetzt bekannt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika in spätestens zwei Jahren das gleiche Schicksal droht wie Griechenland. Die USA haben bereits so viele Schulden wie noch nie, abgesehen vom zweiten Weltkrieg. Bei der Platzierung im Hinblick auf die Übernahme finanzieller Verantwortung liegt Griechenland auf dem letzten Platz (34.) und Amerika grade mal auf dem 28. Platz. Was endlich berücksichtigt werden sollte, erwähnt Wirtschaftfacts.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Neue Ideen für Finanzdienstleister in London vorgestellt

In London fand die Veranstaltung Finovate statt. Dort konnten Unternehmen der Finanzbranche, darunter auch Startups, für sieben Minuten ihre neuen Ideen präsentieren. Am Ende wurden dann die Gewinner durch die Abstimmung der Teilnehmer ermittelt. Darunter war zum Beispiel Cardlytics, mit ihrer Plattform für Transaktionsdatenmarketing. Weitere Gewinner, stellt der Bank Blog vor.

Viele Grüße,
das smava-Team

Dauerhafte Zinssenkung bei smava.de: Effektivzinsen ab 2,85%

Mittwoch, 22. Februar 2012

Ab sofort haben Kreditnehmer bei smava.de die Möglichkeit Kredite mit einem effektiven Jahreszins ab 2,85% zu erhalten. Mit dieser deutlichen Zinssenkung gehört smava.de zu den günstigsten Kreditanbietern auf dem deutschen Markt.

Hintergrund ist das zusammen mit der SCHUFA entwickelte und vor vier Wochen bei smava.de eingeführte neue Scoring zur Kreditwürdigkeitsprüfung der Kredit-Interessenten. Dank der verbesserten Risikobewertung der Kreditnehmer wird es nun möglich, Zinsen bereits ab 2,85 Prozent anzubieten.

Bei smava.de ergibt sich der letztlich gültige Zinssatz durch Angebot und Nachfrage und wird zwischen den Kreditnehmern und Anlegern direkt ausgehandelt. Als wichtige Grundlage für diese Verhandlungen dient den beiden Parteien eine spezielle Risikoanalyse, die unter anderem Auskünfte über die Kreditwürdigkeit (Bonität) der Kreditinteressenten und das Kreditausfallrisiko liefert. In der Regel gilt: Je besser die Bonität, desto geringer das Risiko und desto günstiger die Kreditzinsen. Die neue Scorekarte, die in einem 6-monatigen Projekt zusammen mit der SCHUFA entwickelt wurde und die Erfahrungen aus 5 Jahren Kreditgeschäft berücksichtigt, bietet nun eine präzisere Beurteilung der Bonität von Kreditnehmern und ermöglicht so noch bessere Kreditkonditionen.

Viele Grüße,
das smava-Team

smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (17. Februar 2012)

Montag, 20. Februar 2012

Wochenrückblick Wirtschaft und FinanzenLiebe Leser,
Deutschlands Bundespräsident trat zurück! Nachdem wochenlang von Korruptionsvorwürfen gegen Christian Wulff die Rede war, trat dieser am Freitag von seinem Amt zurück. Gestern entschied die Koalition, dass Joachim Gauck der neue Bundespräsident werden soll. Die endgültige Entscheidung wird am 18. März fallen. Wenn die Bundesversammlung darüber abstimmt. Aber es gibt auch noch weitere interessante Neuigkeiten aus Deutschland. Es wurde unter anderem bekannt, dass das Bruttoinlandprodukt gesunken ist. Und auch in Europa war wieder einiges los. Erneut wurden Länder der Eurozone in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft. Alle Einzelheiten und weitere interessante wirtschaftliche Ereignisse sind hier in unserer Übersicht:


Wirtschaft und Unternehmen

Moody’s stuft erneut Kreditwürdigkeit einiger Euroländer herab

Die Kreditwürdigkeit der Länder Italien, Malta, Portugal und Slowakei wurde um eine Stufe herabgesetzt. Um sogar zwei Stufen runter ging es für Spanien. Die bekannte Ratingagentur Moody’s traf diese Entscheidungen. Des Weiteren senkte sie den Ausblick auf negativ für folgende Länder: Frankreich, Österreich und Großbritannien. Die Gründe hierfür sind zahlreich. Frankreich hat zum Beispiel ein zu hohes Haushaltsdefizit und zu viele Schulden. Bei Großbritannien sieht Moody’s ein schwächeres Wachstum. Die weiteren Begründungen analysiert die wunderbare Welt der Wirtschaft.

Deutsches Bruttoinlandprodukt gesunken

Im letzten Quartal 2011 ging das BIP um 0,2 Prozent zurück, gegenüber dem vorherigen Quartal. Der Grund hierfür, soll laut dem statistischen Bundesamt an sinkenden Konsumausgaben und fehlenden Impulsen für den Außenhandel liegen. Dadurch wird deutlich, dass es nicht ratsam ist, in der jetzigen Situation Staatsdefizite zu senken. Was dagegen die Wirtschaft wieder ankurbeln würde, zeigt Acemaxx-Analytics.

Börsen und Geldanlage

Nestle kann gute Zahlen vorweisen

Trotz der erhöhten Rohstoffkosten und der europäischen Schuldenkrise konnte der Lebensmittelhersteller seinen Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Durch das wachsende Geschäft in den Schwellenländern konnte Nestle diese beiden großen Risikofaktoren ausgleichen und eine bereinigte organische Wachstumsrate von 7,5 Prozent aufweisen. Die Nestle-Aktie, die in der zweiten Hälfte des Jahrs 2011 ihren Aufwärtstrend unterbrochen hatte, stieg zu Beginn der letzten Woche wieder an. Warum trotzdem der Ausblick weiterhin vorsichtig bleibt, erklären die Börsenblogger.

Baum des Goldes zeigt woher es kommt

Am Freitag erschien im Blog ,,Die Börsenblogger“ ein interessanter Artikel zum Thema Goldanlagen. In der Grafik stellt der Baum dar, woher das Gold kommt, wo die die meisten Goldreserven sind und wofür das Gold verwendet wird. Jährlich werden 2.500 Tonnen gefördert und aus 51 Prozent davon wird Schmuck produziert. Aber auch 18 Prozent fließen ins Investment. Welches Land die meisten Goldreserven hat und wie viele Tonnen jährlich recycelt werden, zeigen Die Börsenblogger.


Geldmarkt und Währungen

Laut US-Investor sollte Griechenland nicht gerettet werden

Der US-Investor Wilbur Ross ist der Ansicht, dass man Griechenland fallen lassen sollte. Er ist der Meinung, dass die EU und die privaten Geldgeber durch ihr Verhalten die griechische Regierung auch noch dafür belohnen, dass sie ihre Versprechen nicht einhalten. Für Griechenland wurden wieder Konzessionen und weitere Bailoutgelder beschlossen. Dafür verabschiedete das griechische Parlament noch mehr Sparmaßnahmen. Denn immerhin ist die EU, die EZB und der IWF dazu bereit 130 Milliarden an das verschuldete Land zu zahlen. Warum Ross so sehr dagegen ist, erklärt Wirtschaftsfacts.

Eingriffe der EZB häufen sich

Die Europäische Zentralbank hat die Aufgabe die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Seitdem Europa von der Finanzkrise betroffen ist, musste die EZB immer häufiger eingreifen. Sie kaufte zum Beispiel Anleihen von Staaten des Euroraums auf. Um weiterhin als ihr oberstes Ziel verfolgen zu können, muss die Zentralbank politisch unabhängig und glaubwürdig bleiben. Warum besonders die Politiker Interesse daran haben, die EZB für ihre Zwecke zu nutzen, zeigt Ökonomenstimme.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Startup bekommt 100.000 Euro in 5 Stunden – per Crowdfunding

Auf der Internetseite Seedmatch.de konnte das Startup-Unternehmen lingoking 100.000 Euro durch 142 private Geldgeber erhalten. lingoking ist ein Übersetzungsbüro, welches auch ein Dolmetscher - Call Service anbietet. Es ist selten, dass per Crowdfunding so hohe Summen finanziert werden. Aber dieses Beispiel zeigt, dass es möglich ist. Der Blog Social Banking 2.0 analysiert daraufhin, welche Rolle Banken in der Zukunft noch haben, wenn die Finanzierung auch ohne sie möglich ist.

Viele Grüße,
das smava-Team

smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (10. Februar 2012)

Montag, 13. Februar 2012

Wochenrückblick Wirtschaft und FinanzenLiebe Leser,
die vergangene Woche war wieder sehr interessant. In der Welt der Wirtschaft ist einiges passiert. Die Amerikaner taten einen ersten großen Schritt in Richtung Schuldenabbau. Und die gerichtlichen Verfahren, die gegen die Deutsche Bank erhoben wurden, wurden jetzt doch fallen gelassen. Die EZB ist weiterhin bereit mehr Geld für Europas Banken bereitzustellen. Alle Einzelheiten und weitere interessante wirtschaftliche Ereignisse sind hier in unserer Übersicht:


Wirtschaft und Unternehmen

Deutsche Bank und Goldman Sachs vor Gericht

Goldmann Sachs muss sich vor Gericht behaupten, weil sie bei einem Übernahmedeal sowohl als Käufer als auch als Verkäufer beraten haben. Die Deutsche Bank dagegen kann etwas aufatmen. Zwei Schadenersatzklagen wurden gegen sie fallen gelassen. Gegen die Deutsche Bank klagte die Daxia Bank und eine Versorgungseinrichtung für amerikanische Lehrer. Warum es aber eh falsch gewesen wäre die Deutsche Bank den Fehler zuzuschieben, erklärt Tim Schäfer.

Groupon verdreifacht Gewinn, trotzdem $ 378,6 Mio Verlust

Im vierten Quartal konnte der Rabattmarkenanbieter seinen Gewinn zwar verdreifachen, jedoch musste Groupon auch einen großen Verlust verzeichnen. Es trat zwar eine leichte Verbesserung ein, jedoch reicht das der Börse nicht. Ein Unternehmen, welches dauernd Verluste macht, kann nicht viel wert sein. Zu 20 Dollar wurde die Aktie emittiert, und hat im Moment wieder den Anfangskurs von 21 Dollar erreicht. Falls die Aktie unter die 20 Dollar Grenze rutschen würde, droht der freie Fall. Wie dieser Kursrutsch aufgehalten werden könnte, zeigt Tim Schäfer.

Börsen und Geldanlage

Swatch Aktien enttäuschen

Die Swatch Group, welche weltweit der größte Uhrenhersteller ist, konnte für das Jahr 2011 sehr gute Zahlen präsentieren. Jedoch sehen der Betriebsgewinn und der Ausblick weniger gut aus. Obwohl Swatch bei fast allen Kennzahlen Anstiege zu verzeichnen hatte, waren die Analysten enttäuscht. Nachdem die Aktien der Swatch Group Mitte Dezember um fast 30 Prozent zugelegt hatten, sank der Aktienkurs nach der Verkündung der Geschäftsergebnisse um mehr als 5 Prozent. Die genauen Geschäftszahlen, sowie die Auswirkungen des vorsichtigen Ausblicks, analysieren die Börsenblogger.

Time Warner liefert gute Geschäftszahlen – auch durch Harry Potter

Die Geschäftszahlen von Time Warner des vergangenen Jahres wurden jetzt bekannt gegeben. Das vierte Quartal hat sogar Analystenerwartungen übertroffen. Sie konnten ein Umsatzplus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Der Gesamtjahresumsatz beträgt 28,97 Milliarden US-Dollar. Dabei verdiente Time Warner besonders viel an dem Abschluss der Harry Potter Reihe ,,Heiligtümer des Todes“. Welches Geschäft hingegen weiterhin schleppend verläuft, zeigen die Börsenblogger.


Geldmarkt und Währungen

EZB gibt Europas Banken mehr Geld

Die Europäische Zentralbank hat wieder einmal die Anforderungen, die sie erhebt, wenn sich Länder Geld leihen wollen, gesenkt. Vor Beginn der Krise verlangte EZB Wertpapiere, die mindestens dem Standard AA entsprachen. Mittlerweile brauchen einige Länder gar keine Sicherheiten mehr hinterlegen. Dazu gehören Irland, Frankreich, Italien, Zypern, Portugal, Spanien und Österreich. Die Gründe, warum die EZB so handelt, erklärt die wunderbare Welt der Wirtschaft.

Schuldenabbau in Amerika

Aufgrund höherer Steuereinnahmen ist das Haushaltsdefizit der Amerikaner im Januar gesunken. Die Anhänger der klassischen Lehre schlugen die Kürzung der Staatsausgaben, die Schaffung einer Geldpolitik und somit eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank vor. Wenn Obama darauf eingegangen wäre, wäre das Haushaltsdefizit im Januar nicht auf 27 Milliarden Dollar gesunken. Dadurch ist erkennbar, dass die USA, ganz im Gegensatz zu Europa, Fortschritte beim Schuldenabbau macht. Einen Verlauf der letzten Wochen und welchen Einfluss dabei die EZB hatte, analysiert Acemaxx-Analytics.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Corporate Wikis verbreiten sich immer mehr

Viele Unternehmen nutzen bereits den Erfolg von Wikipedia auch für sich. Unter einem Wiki versteht man ein Hypertext- System für Webseiten. Das besondere daran ist, dass die Inhalte dieser Website direkt von den Nutzern geändert werden können. Die bekannteste Internetseite dieser Art dürfte Wikipedia sein. Nach einer Studie von Forrester Research wird sich der Einsatz von Unternehmenswikis von 2007 bis 2013 verzehnfachen. Warum auch Banken davon profitieren könnten, zeigt der Bank Blog.

Viele Grüße,
das smava-Team

FAZ berichtet: Woher nimmt die Bank das Geld?

Freitag, 10. Februar 2012

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist am Sonntag ein interessanter Artikel erschienen, der darüber berichtet, woher Banken Geld für die Kreditvergabe nehmen. Dargestellt wird unter anderem die Ansicht der bankenkritischen Bewegung Occupy: Sie ist der Meinung, dass Banken das Geld aus Nichts “schaffen”.

Im Strafgesetzbuch ist festgelegt, wer Geld drucken darf. Laut § 146 ist dazu nur die Europäische Zentralbank berechtigt. Aber auch Banken schaffen Geld. Allerdings in einer anderen Form. Der größte Teil des Geldes einer Bank besteht aus elektronischen Geld. In Europa beträgt die Gesamtgeldmenge 4,8 Billionen Euro. Davon sind 858 Milliarden Bargeld und der Rest existiert auf Konten, als sogenannte Sichteinlagen. Genau dieses Geld wird überwiegend von Banken geschaffen: Wenn ein Kunde einen Kredit aufnimmt und Geld auf sein Konto überwiesen wird, entsteht Buchgeld. Der Kunde kann das Geld weiterverwenden, an andere überweisen, mit seiner EC-Karte Waren bezahlen oder am Automaten Bargeld abholen. Somit ist es eigentlich nur ein technischer Fortschritt gegenüber dem Bargeld.

FAZQuelle: FAZ

Banken sind zwar dazu gezwungen für den vergebenen Kredit Geld bei der Zentralbank zu hinterlegen. Diese Mindestreserve ist jedoch viel kleiner als die Kreditsumme und beträgt mittlerweile nur noch ein Prozent. Doch auch dieses Geld müssen Banken nicht durch Spareinlagen ihrer Kunden finanzieren. Sie können bei der EZB einen Kredit aufnehmen und dafür Sicherheiten hinterlegen. Dieses Geld gelangt dann wieder in Form von Einlagen zu einer Bank und diese kann dann ebenfalls wieder Kredite vergeben. Diesen Kreislauf nennen Ökonomen auch multiple Geldschöpfung.

Die EZB übernimmt hier die Aufgabe der Überwachung. Sie kontrolliert die Prozesse, indem sie den Satz der Mindestreserve und den Zins beeinflusst. Die Höhe des von Banken geschaffenen Geldes ist nicht von diesen beiden Faktoren abhängig, sondern davon, wie viele Kredite sie vergeben. Zur Zeit vergibt die Zentralbank billige Kredite an Banken, aber diese halten sich mit der Geldschöpfung zurück, da die Unsicherheit sehr groß ist. Somit sind es aber tatsächlich die Banken, die über das Wachstum der Geldmenge entscheiden. Aber auch die Privatleute und Unternehmen, da sie die Kreditnachfrage bestimmen.

smava Wochenrückblick zu Wirtschaft und Finanzen (3. Februar 2012)

Montag, 6. Februar 2012

Wochenrückblick Wirtschaft und FinanzenLiebe Leser,
die eisigen Temperaturen, die zurzeit in Deutschland herrschen, haben sich jetzt in ganz Europa ausgebreitet und ein Ende ist nicht in Sicht. Sowie auch die Schuldenkrise, die noch lange nicht beendet ist. Aber ein erneuter EU-Krisenkipfel steht bevor. In Deutschland ermittelte jetzt eine Studie, dass sich die Bundesländer immer mehr verschulden und die regionalen Unterschiede dabei immer größer werden. Aber um auch mal ein paar gute Neuigkeiten zu nennen: Der Goldpreis ist erneut angestiegen!Alle Einzelheiten und weitere interessante wirtschaftliche Ereignisse sind hier in unserer Übersicht:


Wirtschaft und Unternehmen

Einigung von 25 EU-Staaten auf Fiskalpakt

Am 30. Januar 2012 einigten sich 25 Staaten der Europäischen Union auf einen Fiskalpakt. Dieser enthält die Vereinbarung, dass die Länder die Probleme durch Lohnkürzungen lösen. Dadurch würden die Unternehmen höhere Gewinne ausweisen, was zwar die Aktionäre freuen würde, jedoch stockt die Nachfrage im Inland. Welche Auswirkungen dieses Fiskalpaket haben kann, analysiert Acemaxx-Analytics.

Verschuldung der deutschen Bundesländer steigt weiter an

Eine Studie der Deutschen Bank zeigt, dass die Verschuldung der deutschen Bundesländer immer mehr ansteigt. Dabei wurden auch erhebliche regionale Unterschiede deutlich. Diese Abstände sind sowohl in der Art der Finanzierung, in der Höhe der Kreditsummen, sowie auch den verschiedenen Fälligkeiten zu erkennen. Weitere Informationen der Studie, erläutert Blickblog.

Börsen und Geldanlage

Facebook geht an die Börse

Das berühmteste Social Network ,,Facebook” stellte am 1. Februar 2012 den Antrag bei der amerikanischen Börsenaufsicht. Der Börsenerlös soll bei 5 Milliarden Euro liegen. Demnach würde, Gründer Mark Zuckerberg, mit seinem Geschäftsanteil von 28,5 Prozent, Multimilliardär sein. Allerdings steht das genaue Datum noch nicht fest. Wie es zu dem hohen Börsenwert gekommen ist und mit was Facebook Umsatz macht, erklärt Acemaxx-Analytics.

Goldwert steigt

Ende der letzten Woche lag der Goldpreis bei 1.700 US-Dollar je Feinunze. Der Grund hierfür liegt bei der Ankündigung der US-Notenbank Fedreal Reserve. Sie gab bekannt, dass sie ihre Niedrigzinspolitik fortsetzen werde. Diese Entscheidung enthält eine Erweiterung der Geldmenge und verursacht somit eine schnellere Inflation. Einen Rückblick auf den Verlauf des Goldpreises im letzten Jahr geben die Börsenblogger.


Geldmarkt und Währungen

Plan B für Griechenland

Die Diskussionen um die mögliche Insolvenz von Griechenland reißen nicht ab. Bis zum 23. Januar 2012 sollte ein Abkommen zum Schuldenschnitt des Landes stehen. Jetzt, kurz vor dem 14. EU-Krisengipfel, meinte Angela Merkel, dass Zeit bis März sei. Aber ob das nicht zu knapp wird, ist fraglich. Denn am 20. März 2012 muss Griechenland eine Anleihe im Volumen von 14,5 Mrd. Euro zurückzahlen. Warum die Insolvenz Griechenland immer näher rückt und wie der Plan B aussehen könnte, zeigen die Börsenblogger.

Ohne Geldwertstabilität kein Wachstum

Um langfristig und nachhaltig zu wachsen, ist eine stabile Währung nötig. Aus diesem Grund setzt sich Angela Merkel für mehr Geldwertstabilität ein. Diese soll mit verbindlichen Schuldenbremsen erreicht werden. Die Gegner sind der Meinung, dass eine Sparpolitik die Konjunktur nicht stabilisieren wird. Aber sie beachten nicht die Inflation, die durch neue Kredite ausgelöst werden könnte. Gründe warum die Geldwertstabilität nur mit Hilfe der Pläne der deutschen Bundeskanzelerin erreicht werden kann, zeigt Ökonomenblog.

Finanzen und Banking im Web 2.0

Google soll über Banklizenz verfügen

Der Autor von ,,Der Bank Blog“ recherchierte gründlich, um den Gerüchten um die Banklizenz von Google auf den Grund zu gehen. Nach vielen Nachfragen bekam er von Google die Auskunft, dass Google nicht daran interessiert ist, den Banken Konkurrenz zu machen, aber auf Partnerschaft setzte. Jedoch wäre technisch und finanziell der Aufbau einer Google Bank denkbar. Wozu Google die Google Bank nutzen könnte, analysiert der Bank Blog.

Banken müssen Vertrauen der Kunden zurückgewinnen

Dass Kunden den Banken immer weniger vertrauen, liegt nicht nur an der Finanzkrise. Allein in Deutschland sind es 66 Prozent, die den Banken kaum noch vertrauen. Das ergab eine aktuelle Studie von Ernst&Young. Somit ist es wichtig, dass die Banken anfangen das Vertrauen wieder aufzubauen. Wie das funktionieren kann, zeigt der Bank Blog in fünf Schritten.

Viele Grüße,
das smava-Team