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Anleger verlieren das Vertrauen in Banken

Dienstag, 3. Februar 2009

Im Zuge der Finanzkrise sind Besserverdiener misstrauischer gegenüber Banken geworden. Das belegt der aktuelle German Wealth Monitor (GWM) - eine Studie, die vom Frankfurter Institut BrandControl seit 2006 zweimal jährlich unter 1.000 deutschen Top-Verdienern durchgeführt wird. Neben Anlageverhalten und Mediennutzung werden vor allem Einstellungen zu Banken sowie das Vertrauen in die Geldinstitute untersucht.

Die Inanspruchnahme der staatlichen Rettungspakete durch angeschlagene Banken wird laut GWM von Spitzenverdienern zwar grundsätzlich positiv bewertet und als hilfreiches Mittel angesehen, um die Finanzkrise schneller zu überwinden. Andererseits fördert dies nicht gerade die Reputation und das Kundenvertrauen. Nach Meinung von Dr. Harald Jossé, Geschäftsführer BrandControl, müssen Banken ihren Kunden jetzt glaubwürdig vermitteln, dass die Sicherheit der Geldanlage an oberster Stelle steht. Sie müssen Wege aufzeigen, wie sie sich zukünftig gegen ähnliche Entwicklungen und Risiken absichern wollen. Nur dann wird es den Banken gelingen, das Vertrauen ihrer Anleger zurückzugewinnen.

Deutsche Spitzenverdiener haben in Bezug auf ihre Geldanlage zunehmend Bedürfnis nach erhöhter Sicherheit, transparenter und aufrichtiger Kommunikation. Jeder vierte Anleger, der im Rahmen des German Wealth Monitor befragt wurde, hat vor, sein Anlageverhalten zu ändern. Der Trend geht eindeutig weg von risikoreichen hin zu sicheren Anlageklassen. Außerdem vertrauen vermögende Anleger immer weniger auf die Anlagetipps der Bankberater und möchten ihr Vermögen zunehmend selbst verwalten.

Dass sich immer mehr Privatanleger nach Alternativen umschauen, merken wir bei smava deutlich und sehen in den letzen Monaten einen enormen Zuwachs bei Anlegern.

Investments auf dem smava Kreditmarktplatz weisen eine sehr geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen auf. Das Risiko der auf smava finanzierten Kredite ist wenig volatil und verhält sich unabhängig von der Entwicklung auf den Aktienmärkten. Angesichts der guten Renditen, die selbst nach Abzug des Risikoaufschlags und der ab 09.02. anfallenden Bearbeitungsgebühr zu erzielen sind, eignet sich eine smava Geldanlage hervorragend für die Depotbeimischung - ganz im Sinne einer wirkungsvollen Diversifikation. Durch die German Wealth Monitor Studie sehen wir uns auch darin bestätigt, einen Marktplatz zu schaffen, der Sicherheit, Transparenz und Fairness bietet und es den Nutzern ermöglicht, selbstbestimmt gute Geschäfte miteinander zu machen.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Besser investieren mit dem neuen Gebots-Assistenten

Freitag, 23. Januar 2009

Vor kurzem haben wir den smava Gebots-Assistenten eingeführt, um die Geldanlage auf dem smava Kreditmarktplatz schneller und einfacher zu gestalten und unseren Anlegern ein wenig Recherche- und Selektions-Arbeit abzunehmen. Im Unterschied zum Anlage-Assistenten geht der Gebots-Assistent einen Schritt weiter und wählt nicht nur die den jeweiligen Vorgaben der Anleger entsprechenden Projekte aus, sondern gibt auch automatisch Gebote dafür ab.

Bisher war dies allerdings nur auf Tagesbasis möglich. Oft werden besonders attraktive Kreditprojekte aber bereits innerhalb weniger Stunden vollständig finanziert. Es kommt also auf wenige Stunden an, wenn man sein smava Portfolio optimal zusammenstellen und sein Investment nach bestimmten Kriterien auf viele verschiedene Kreditprojekte verteilen möchte.

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, eine feinere Justierung unserer “Bietmaschine” vorzunehmen: Gebote werden ab jetzt mit Hilfe des neuen, verbesserten Gebots-Assistenten automatisch im Zwei-Stunden-Takt abgegeben - und nicht mehr einmal am Tag. Dadurch wird gewährleistet, dass Anleger ohne viel Zeit- und Arbeitsaufwand zeitnah in neue Kreditprojekte auf dem Marktplatz investieren, die genau ihren Vorstellungen und ihrem Rendite-Risiko-Profil entsprechen.

Im Ergebnis wird der Anlage-Prozess auf smava für Anleger damit noch einfacher und effizienter.

Viele Grüße,
Eckart Vierkant, Geschäftsführer smava GmbH

Diversifikation - mehr Rendite bei geringerem Risiko

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Sein Kapital sinnvoll und rentabel anzulegen, ist kein Kinderspiel. Wer sich eine möglichst hohe Rendite zum Ziel setzt, hat bis vor ein paar Monaten noch mutig in Aktien investiert und damit ein vergleichsweise hohes Risiko in Kauf genommen. Im Hinblick auf die Finanzkrise sind Anleger mittlerweile aber zunehmend vorsichtiger geworden und schichten ihr Kapital in andere Anlageklassen um. Ob man sein Geld nun auf dem (vermeintlich sicheren) Bankkonto parkt, Anleihen kauft oder in riskante Wertpapiere investiert - bei jeder Anlageklasse besteht ein Risiko bis hin zum Kapitalverlust.

Es gibt verschiedene Strategien, dieses Risiko zu minimieren. Die wohl wichtigste ist die Risikostreuung, auch Diversifikation genannt. Das heißt, man verteilt sein Kapital auf viele verschiedene Anlageklassen mit jeweils unterschiedlich hohem Risiko und erreicht damit in Summe eine Risikominderung. Je mehr unterschiedliche Anlageprodukte man in sein Depot holt, desto stärker ist das Risiko verteilt und desto geringer ist der Kapitalausfall. Harry M. Markowitz, 1990 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet für seine Moderne Portfoliotheorie, lieferte den Beweis, dass durch eine optimale Diversifikation eine sehr viel höhere Rendite bei gleichzeitig geringerem Risiko erreicht werden kann. Viele erfolgreiche Fondsmanager machen sich diesen Effekt zu Nutze, indem sie auf die moderne Portfoliotheorie zurückgreifen. Eine jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass das Kapitalverlustrisiko bei zu geringer Streuung auf verschiedene Anlageklassen besonders hoch ist.

Die meisten deutschen Privatanleger sind eher risikoscheu. Umso mehr verwundert es, dass die Deutschen ihr Vermögen auf nur sehr wenige Anlageklassen konzentrieren. Jeder fünfte Haushalt investiert in nur eine einzige Anlageklasse. Bei knapp der Hälfte aller deutschen Haushalte besteht das Portfolio zumindest aus zwei bis drei Anlagearten, nur etwa 18% verteilen ihr Kapital auf mindestens vier verschiedene Anlageprodukte (Quelle: FTD vom 06.11.2008). Deutsche Privatanleger haben also noch nicht erkannt, wie wichtig eine optimale Diversifikation ist und welches Potential in einem breit gestreuten Anlageportfolio steckt.

Investments auf dem smava Kreditmarktplatz eignen sich gut, um sein Depot mit einer weiteren Anlageklasse beizumischen und damit den festverzinslichen Anteil seines Anlageportfolios optimal zu ergänzen. Diese Geldanlage korreliert kaum mit anderen Anlageklassen. Da bei smava keine Bank mitverdient, können sich Anleger und Kreditnehmer diese Marge teilen. Daraus resultieren niedrigere Zinsen für Kreditnehmer und höhere Renditen für Anleger. Durch die Anleger-Pools ist das Risiko über den Risikoaufschlag gut planbar. Der Marktplatz bietet Anlegern ein sehr hohes Maß an Transparenz und nur geringe Volatilität. Mit dem Ziel, das Risiko auf dem Kreditmarktplatz so niedrig wie möglich zu halten, können Anleger ihr Kapital nach dem Prinzip der Risikostreuung auf viele verschiedene Bonitätsklassen verteilen.

Viele Grüße,
Eckart Vierkant, Geschäftsführer smava GmbH

Ein einfacherer Weg zur Finanzierung: der neue Gebots-Assistent für Anleger

Freitag, 31. Oktober 2008

Wie Sie wissen, arbeiten wir ständig daran, den Marktplatz zu verbessern. Oftmals handelt es sich um Änderungen “unter der Haube”, aber unser neuer Service bietet jedem Anleger mehr Einfachheit. Insbesondere Anleger, die von Anfang an eine Vielzahl verschiedener Kreditprojekte finanzieren möchten, haben sich diese Funktion schon lange gewünscht.

Wie funktioniert das genau? Der Gebots-Assistent ist eine “Bietmaschine”, die sich strikt nach Ihren Vorgaben verhält. Dabei handelt es sich um eine logische Erweiterung des bisherigen Anlage-Assistenten. Anstatt Kreditprojekte “nur” automatisch auszuwählen, macht der Gebots-Assistent den darauf folgenden Schritt und gibt ein Gebot ab. Nach Ihrer Einrichtung in “Mein smava” sucht der Gebots-Assistent nach Ihren Kriterien passende Kreditprojekte, und gibt darauf automatisch Gebote ab. Die vom Gebots-Assistenten abgegebenen Gebote sind ebenso verbindlich wie händisch ausgewählte!

Mit dem Gebots-Assistenten erhalten Anleger einen Service, der Ihnen das Bieten auf smava erheblich vereinfacht. Je nach Rendite-Risiko-Profil wählen Anleger die Kriterien aus, die zu ihnen passen. Sie können unter anderem die Bonitätsklasse, die Mindestrendite, die Laufzeit und den KDF-Indikator der für sie interessanten Kreditprojekte auswählen.

Um die Marktplatz-Aktivitäten anderer Nutzer, die wie bisher ihre Projekte manuell auswählen, nicht zu benachteiligen, haben wir uns eine Routine überlegt, die wie folgt funktioniert: Der Gesamtbetrag eines Projektes, der durch Gebots-Assistenten finanziert werden kann, richtet sich nach der bisherigen Dauer der Kreditprojekte im Marktplatz:
- Kreditprojekte, die jünger als 2 Tage sind, können zu 50% durch die Gesamtheit aller Gebots-Assistenten finanziert werden
- Projekte, die 2-4 Tage alt sind, können zu 75% finanziert werden
- Projekte, die älter als 4 Tage sind, können zu 100% durch Gebotsassistenten abgedeckt werden. So bleibt auch noch Luft für manuelle Gebote.

Wie beim Anlage-Assistenten wird die Portfolio-Bildung durch den neuen Gebots-Assistenten noch weiter vereinfacht. Die nach Kriterien sortierbare Einstellung ermöglicht Anlegern, nach und nach das für sie passende Portfolio auf smava aufzubauen. Wenn es noch Funktionalitäten gibt, die Sie integriert oder verbessert wissen wollen, sagen Sie uns bitte Bescheid - am besten hier im Blog.

Viele Grüße,
Eckart Vierkant, Geschäftsführer smava GmbH

Finanzkrise - eine Folge mangelnder Risikotransparenz?

Mittwoch, 24. September 2008

Die internationale Finanzkrise erreicht ihren Höhepunkt: Die US-Regierung lässt nichts unversucht, um eine fortlaufende Pleitewelle bei den Banken zu verhindern. Der aktuelle Plan der US-Regierung sieht vor, mit einem 700 Milliarden Dollar schweren Rettungsfond die faulen Kredite aufzukaufen und damit den angeschlagenen Finanzhäusern wieder zu Liquidität zu verhelfen. Insgesamt soll dies zur Stabilisierung der erschütterten Finanzmärkte beitragen. Auch andere Industriestaaten sollen dem Beispiel folgen und sich am Rettungspaket beteiligen. Die Pläne stoßen allerdings auf scharfe Kritik. Denn zunächst scheint es so, als ob der Steuerzahler für die Milliardenschweren Verluste durch geplatzte Immobilienkredite aufkommen muss. Allerdings argumentiert Präsident George W. Bush damit, dass es ohne das Einschreiten durch die Regierung zu weiteren Belastungen auf den Finanzmärkten kommen wird und sich das Problem letztendlich noch mehr auf den Durchschnittsbürger ausweiten würde.

Finanzmarktexperten halten den Bankenkrach nicht für eine unvorhersehbare Katastrophe, die alle paar Jahre vorkommt und die internationalen Finanzmärkte in Mitleidenschaft zieht. Nein, vielmehr hätte man sich mit dem richtigen Bauplan gegen solch einen “Tsunami” schützen können. Das Problem der Finanzkrise ist u.a. darin begründet, dass die Kredit-finanzierten US-Immobilien von den Rating-Agenturen vollkommen unseriös bewertet und die Risiken damit nicht adäquat klassifiziert wurden. Otto Bernhardt, Finanzexperte der CDU-Bundestagsfraktion, sieht die Rating-Agenturen sogar als Hauptschuldige: “Die Leute haben Produkte gekauft, die sie nicht verstanden haben und sich auf das Urteil der Ratingagenturen verlassen” (Quelle: Tagesspiegel vom 22.09.2008).

Wir werden oft gefragt, wie sich die Finanzkrise auf den smava Marktplatz auswirkt. Für Anleger ist das auf dem smava Marktplatz vorhandene Risiko transparent und durch den Risikoaufschlag berücksichtigt. Zudem spielen die Eigenschaften der Anlageklasse “smava Kreditforderungen” ihre Vorteile aus: gute Renditen, niedrige Volatilität und vor allem eine geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen. Das bedeutet, dass das Risiko der bei smava finanzierten Kredite unabhängig von der Entwicklung der Aktien- oder Bondmärkte ist.

Sprich: Ihre Rückzahlung der finanzierten Kredite erfolgt unabhängig davon, ob nun Börsenhausse oder -baisse ist. Insofern mehr denn je eine ideale Depotbeimischung. Als indirekte Folge der Kreditkrise spüren wir seit einigen Monaten ein erhöhtes Anlegerinteresse, weil viel Liquidität aus anderen Anlageklassen umgeschichtet wird. Für Kreditnehmer besteht keine Auswirkung, weil bei smava sichere rechtliche Rahmenbedingungen bestehen. Das bedeutet beispielsweise, dass die vertraglich vereinbarten Zinsen nicht - wie bei Immobilienkrediten in den USA teilweise der Fall - nachträglich angehoben oder verändert werden können.

Insgesamt sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf den smava Marktplatz also sehr gering. Es ist zu hoffen, dass sich die Finanzmärkte in den nächsten Wochen wieder etwas beruhigen. Dabei ist eines sicher: die dramatischen Veränderungen an den Finanzmärkten werden uns noch lange darüber hinaus beschäftigen.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Der klügere Anleger fragt nach

Mittwoch, 17. September 2008

Die Sparquote der Deutschen hat ein neues Hoch erreicht: Der Anteil der Ersparnisse gemessen am verfügbaren Einkommen lag 2007 bei 10,9%. Für 2008 wird sogar ein Anstieg auf 11% erwartet (Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken). Nach einer Umfrage von TNS Infratest, die vom Verband der Privaten Bausparkassen in Auftrag gegeben wurde, nannten 63,5 Prozent der befragten Bundesbürger als Grund fürs Sparen den Erwerb von Produkten (Konsumausgaben), was nur im ersten Moment paradox erscheint. Denn zu gegebener Zeit soll das angesparte Geld für größere Anschaffungen eingesetzt werden (Quelle: Verband der Privaten Bausparkassen e.V., Pressemitteilung vom 11. Juni 2008).

Im Hinblick auf diesen Spar-Enthusiasmus ruft allerdings die Verteilung auf die genutzten Anlageformen ein wenig Verwunderung hervor. Mit 54,4% steht das gute alte Sparbuch immer noch an erster Stelle. Geht man von einer Verzinsung des Sparbuchguthabens von 1% aus, machen die meisten bei einer aktuellen Inflationsrate von 3,3% Verlust. Anleger, die zugunsten der Rendite etwas mehr Risiko in Kauf genommen haben, investierten bisher gerne in Aktien. Nach den Börsenturbulenzen in der letzten Zeit sind Aktien allerdings auch bei den risikofreudigeren Anlegern nicht mehr erste Wahl in Sachen Geldanlage. 2007 zogen die Deutschen insgesamt knapp 16 Milliarden Euro aus Aktien ab. Dagegen erfreuen sich Anlageformen wie das Festgeld wieder neuer Beliebtheit. Aktuell kommen immer wieder neue attraktive Festgeldangebote auf den Markt. Einige übertrumpfen mit über 5,4 % Zinsen sogar das in der Regel höherverzinsliche Tagesgeld.

Doch zum einen sei auch an dieser Stelle wieder darauf hingewiesen, dass es sich um Lockangebote handeln kann, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Oft gelten die beworbenen Zinssätze nur für Neukunden oder ab einer Mindestanlagesumme. Und zum anderen erzielen Anleger über Investments auf dem smava Marktplatz höhere Renditen - und das bei gut kalkulierbarem Risiko.

Warum die meisten Deutschen Ihr Geld dann immer noch auf ein Sparbuch legen und nicht in eine attraktive Anlageklasse wie smava-Kredite? Zum einen, weil die Vorteile von smava noch nicht allen Anlegern bekannt sind. Das hat uns beispielsweise die positive Resonanz auf unseren letzten Fernsehbeitrag vom 06. September 2008 im RTL Nachtjournal gezeigt.

Zum anderen merken wir in unseren Telefongesprächen mit interessierten Anlegern, dass es noch Annahmen über smava gibt, die nicht vollständig korrekt sind:

1. “Warum leihen sich Kreditnehmer auf dem smava Marktplatz Geld für einen Zins von 6 - 15%? Es gibt doch schon Kreditangebote ab 5% Zinsen.” Dahinter steckt die immer noch weit verbreitete Annahme, dass Lockvogelangebote einiger Banken für alle gelten. Hier gilt dasselbe wie für Flugangebote zu “Günstigst-Preisen”. Wer ist schon jemals für 9,90 EUR nach Paris geflogen? Ähnlich ist es bei sehr günstigen Kreditangeboten: diese gelten nur für “ideale Kreditnehmer”, so dass man in der Regel wesentlich mehr zahlt. Deshalb ist der bei smava von den Kreditnehmern selbst festgelegte Zins ein gutes Angebot für viele Kreditnehmer - insbesondere für Selbständige, die oftmals überhaupt keinen Kredit von Banken angeboten bekommen. Abgesehen davon profitieren Kreditnehmer bei smava auch von einer höheren Flexibilität. Es gibt keine Vorfälligkeitsentschädigungen, Kreditnehmer können den noch offenen Kreditbetrag problemlos vorzeitig tilgen. Auch die gleichberechtigte Verhandlungsposition des Kreditnehmers gegenüber dem Anleger ist ein wichtiger Punkt.

2. “Bei so guten Renditen muss das Risiko hoch sein.” Klar: keine Geldanlage ist vollkommen ohne Risiko. Aber: bei smava ist das Risiko durch den Absicherungsmechanismus der Anleger-Pools kalkulierbar. Das bedeutet, dass Anleger das Risiko je nach Risikoneigung einschätzen und einpreisen können. Da man seine gesamte Geldanlage i.d.R. aber auf mehrere Bonitätsklassen verteilt, ist das Risiko noch breiter gestreut. In den meisten Fällen liegt die “effektive” Rendite bei smava über der Rendite anderer Anlageklassen wie Festgeld.

3. “Das Geld, das ich in smava Kreditprojekte gesteckt habe, ist mindestens 3 Jahre gebunden und nicht verfügbar.” Vergleichbare Geldanlagen wie Festgeld oder Sparbriefe erlauben den Anlegern ebenfalls keine Transaktionen während der Laufzeit. Im Unterschied zu Festgeld erhält er aber jeden Monat einen Teil seines eingesetzten Kapitals wieder zurück. Nach 18 Monaten ist also ca. die Hälfte des Investments wieder verfügbar. Ideal ist die Kombination aus smava Geldanlage und Tagesgeldkonto. So werden die monatlichen Rückflüsse, also die Tilgungsraten plus Zinsen, sofort weiterverzinst.

Auf den Geschmack gekommen? Dann legen Sie los! … und wenn Sie Fragen haben oder sich noch unsicher sind, fragen Sie! Der klügere Anleger fragt nach.

Viele Grüße,

Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Dienstag, 5. August 2008

Poweranleger Schnucki verrät im smava-Blog, welche Bietstrategie seinen Investitionen zu Grunde liegt und gibt Tipps für die Optimierung der Geldanlage:

Ich bin Anleger bei smava und schreibe über Bietstrategien für Anleger (”best practice”), basierend auf meiner eigenen Erfahrung.

Neuigkeiten:
Über neue Projekte erfahre ich durch den RSS Feed und per Mail über den Anlageassistenten. Letzterer schickt ein e-mail, wenn ein Projekt mit gewünschten Eigenschaften (Bonität, Zinssatz) entdeckt wird.

Zinswunsch:
Eine Geldanlage bei smava dauert 36 oder 60 Monate, jedoch erhält man nach der Hälfte der Zeit knapp die Hälfte des Kapitals zurück. Vergleichsbasis wären also Geldanlagen (Festgeld bzw. Sparbriefe) von 1 1/2 Jahren und 2 1/2 Jahren. Da es nur runde Zeiten gibt, kann auch der Durchschnitt von 1&2 bzw. 2&3 Jahren genommen werden. Ich selbst richte mich nach den Zinsen für Tagesgeld, was nicht ganz korrekt ist, aber dem Ideal trotzdem nahe kommt. Da smava ein höheres Risiko hat, strebe ich einen Zinssatz von 1% darüber an. Derzeit gibt es 4.5% bei der Norisbank und 4.75% bei der ICICI-Bank, bei 1-Jahresfestgeld gibt es sogar 5.3%. Um den gewünschten Nominalzinssatz pro Bonität zu erhalten, probiert man mit dem Renditerechner bis der gewünschte Zinssatz erreicht ist. Ggf. muss die eigene steuerliche Lage berücksichtigt werden, da unklar ist, ob Poolabzüge steuerlich geltend gemacht werden können.

Streuen:
Man sollte möglich nicht mehr als die Mindestanlage (250 Euro) pro Projekt einsetzen, um eine starke Streuung zu erreichen. So wird das Risiko auf viele Schultern verteilt.

Anzahl:
Aufgrund von zwei Ausfällen vermeide ich inzwischen, in Zweit-Projekte zu investieren, da es sich um eine Schuldenspirale handeln könnte. Grundsätzlich ist das Risiko bei jedem neuen Projekt höher.

Alter:
Junge Leute sind statistisch besonders oft leichtfertig verschuldet; Ältere sind zwar weise und zuverlässig, haben aber leider eine niedrigere Lebenserwartung. Ausnahmen sind möglich: wer mit 23 schon stellvertretender Filialleiter ist, der ist finanziell reifer, als jemand der mit 25 von zuhause auszieht.

Beschreibung:
Sie sollte möglichst umfassend sein, und nicht lediglich “Wohnung renovieren” oder „Dispo ausgleichen“. Eine umfassende Beschreibung zeigt, dass sich der Kreditnehmer mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Leistungsfähigkeit:
Die Wirtschaft kühlt sich ab, und manche Branchen werden darunter leiden, andere profitieren. Ein kleiner Transportunternehmer wird es schwer haben, gestiegene Sprit-Preise an seine Kunden weiterzugeben. Eine auf Arbeitsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei wird dagegen viele Aufträge bekommen. Um allgemein informiert zu sein, lese ich deshalb täglich den Wirtschaftsteil von Welt Online

Bonität:
Manche Bonitäten haben sich besser entwickelt als von der SCHUFA prognostiziert, andere schlechter. Im 36er-Bereich ist die Zahlungsmoral bei den Bonitäten A, B und F derzeit etwas schlechter als erwartet, bei C, D, E, G und H ist sie jedoch deutlich besser als erwartet; die eigenen Zinswunschvorstellungen sollten also entsprechend angepasst werden, falls es in den Durchschnittszinsen nicht ohnehin schon geschehen ist.

KDF:
Ich habe bisher Projekte mit KDF 4 ignoriert, aufgrund der Annahme dass diese Projekte ein höheres Risiko bringen. Beim Analysieren der bisherigen Ausfälle für diesen Beitrag stellte sich allerdings heraus, dass KDF 4 bisher kein höheres Risiko war - im Gegenteil: Die Anzahl von Projekten mit KDF 3 und 4 sind in etwa gleich (siehe Wiseclerk), die Ausfälle bei KDF 3 (12) sind jedoch erstaunlicherweise derzeit drei mal so hoch wie die bei KDF 4 (4).

Zeitpunkt:
Sinnvollerweise bietet man nicht zu Beginn, sondern gegen Ende. Die Vorteile des Wartens:

  • Der Kreditnehmer könnte einen noch höheren Zinssatz bieten
  • Es könnte sich ein noch besseres Projekt finden
  • Viele Mitanleger haben geboten, also das Projekt für gut befunden
  • Das Projekt ist vielleicht im Forum diskutiert worden

Der Anlageassistent unterstützt dieses Verhalten: Man kann dort einstellen, dass man erst benachrichtigt wird, wenn 25, 50 oder 75% erreicht sind. Wenn ein “lukratives” Projekt jedoch nur einen kleinen Betrag benötigt (bis 3000 Euro), lohnt es sich nicht, zu warten, da sollte man gleich zuschlagen, da „gute“ Projekte oft sehr schnell „voll“ werden.

Selbstkritik:
Aus Ausfällen sollte man lernen. Wurden, rückwirkend betrachtet, Warnzeichen übersehen? Man sollte auch andere Kreditgeber beobachten, ggf. die eigene Strategie anpassen. Mein eigenes Portfolio zeigt, dass ich drei Ausfälle weniger hätte, wenn ich meine heutigen Ratschläge schon früher gekannt hätte.

Vorrat:
Es reicht normalerweise aus, 500 Euro vorzuhalten. Mehr ist nur notwendig, wenn man konkrete Projekte sieht.

Nerven:
Man sollte nicht unter „Investitionszwang“ stehen. Früher oder später finden sich wieder gute Projekte. Auch sollte man nach Mitteilung der Poolquoten nicht in Depressionen verfallen: ein Grossteil der Spätzahlungen werden im Laufe des Monats wieder ausgeglichen.

Gemeinschaft:
Es lohnt sich, im Forum mitzulesen, um zu sehen wie andere Anleger denken und handeln.

Das alles liest sich sehr lang. Meine Entscheidungsfindung für ein konkretes Projekt dauert jedoch nur ca. 2 Minuten: Steckbrief lesen, dann Klick auf das Profil für weitere Informationen, insbesondere ob es weitere Projekte gibt.

Viele Grüße

Schnucki

Die Werbetricks der Banken - Anlegerfallen

Montag, 23. Juni 2008

Auch wenn viele Banken sehr seriöse Angebote haben und üblicherweise faire Konditionen bieten, so gibt es doch einige schwarze Schafe, die mit so genannten „Lockvogelangeboten“ auf Kundenfang gehen.

Hierbei handelt es sich meist um aufmerksamkeitswirksame Werbung mit Sonderkonditionen, in denen dann für den Kunden so einige Überraschungen versteckt sind. Ein neues Buch von Udo Kessler, „Die Masche mit den Sternchen – Bankangebote unter der Lupe“ beschäftigt sich nur mit diesen Tricks und Abzockereien. smava hat sich einmal für Sie schlau gemacht und stellt Ihnen hier ein paar Punkte vor, auf die sie als Anleger achten sollten, bevor Sie das augenscheinlich so attraktive Angebot annehmen.

1.Spitzenkonditionen nur für Neukunden: Viele beworbene Superzinsen gibt es nur einmalig für Neukunden. Beim nächsten Angebot kann man dann als Bestandskunde nicht mehr teilnehmen und muss sich mit dem Standardzinssatz „begnügen“. Achten Sie also darauf, dass ihr Bankhaus, sowohl Neu- als auch Bestandskunden die gleichen Konditionen anbietet.

2.Superzinsen nur bis zum Maximalbetrag: Sie sollten immer das Kleingedruckte im Angebot lesen, um herauszufinden, ob der angepriesene Zinssatz nur bis zu einer bestimmten Anlagesumme angeboten wird. Sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie zwar zu 4% anlegen dürfen – aber eben nur bis maximal 30.000€. Jeder weitere Euro bringt Ihnen dann bspw. nur noch 0,5%! Informieren Sie sich also umfassend, ob es ein Limit gibt und legen Sie dann maximal bis zu dieser Summe an.

3.Teure Kombiprodukte: Viele Banken offerieren Ihnen eine Kombination aus Tagesgeld und Investmentfonds. Hierbei bekommen Sie oftmals großartige Zinsen auf die kurzfristige Zinsanlage, müssen allerdings auch Maximalpreise für den Ausgabeaufschlag des Fonds bezahlen. Die „geschenkten“ Zinsen holt sich die Bank also umgehend über ein anderes, überteuertes Produkt zurück - und zwar so, dass Kunden oftmals mit Verlust aus dem Geschäft hervorgehen. Tipp: Kaufen Sie Ihren Fonds bei einer Direktbank oder einem speziellen Fondsanbieter: Dort kriegen Sie so gute Rabatte, dass sie auch mit einem kleineren Zinssatz beim Tagesgeld leben können.

4.Hauseigene Zinspapiere: Ihr Bankberater mag Sie schon seit Jahren kennen und immer freundlich zu Ihnen sein – das beste Angebot macht er Ihnen deswegen nicht unbedingt. Denn oftmals haben Banker die Vorgabe vor allem hausinterne Papiere zu verkaufen, selbst wenn diese im Vergleich zur Konkurrenz weniger attraktiv sind. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Rechnen Sie im Zweifel das Angebot noch einmal daheim in Ruhe nach und informieren Sie sich umfassend über die Konkurrenz. Das ist auch als Verhandlungsgrundlage beim nächsten Beratungsgespräch gut.

5.Hohe Zinsen, bei hoher Sicherheit: Sollte Ihnen jemand etwas mit diesem Spruch verkaufen wollen, sollten Sie mehr als nur skeptisch sein. Denn das gibt es meist nur in der Werbung. Der Markt lebt vom Trade-Off zwischen Risiko und Rendite. Finden Sie für sich den richtigen Einsatz zwischen beiden Faktoren.

6.Die Depotgebühr frisst Ihre Zinsen: Manchmal sind die erzielten Zinsen niedriger als die Kosten, die Sie für die Haltung ihrer Wertpapiere zahlen müssen. Dies kann selbst dann eintreten, wenn die in der Werbung so gelobte Inhaberschuldverschreibung gut verzinst ist und man die Mindestanlagesumme beachtet. Deshalb achten Sie Sie darauf, dass Sie nicht zu viele unterschiedliche Depots eröffnen, sondern sammeln Sie ihre Wertpapiere bei einer Bank. Dies ist oftmals günstiger, als sich überall die Rendite durch Mindestverwahrungsgebühren auffressen zu lassen.

Wir hoffen, Ihnen hiermit ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht zu haben.

Beste grüße,

Katharina Rozycka

Manager Online-Marketing, smava.de