Crowdfunding Unternehmen für gesellschaftliches Engagement und Soziales
Dienstag, 7. Juni 2011Übersicht deutschsprachiger Crowdfunding Unternehmen aktualisiert
In der letzten Woche haben wir im Rahmen unserer Artikelserie zum Thema Crowdfunding mit einer Infografik deutschsprachige Crowdfunding Unternehmen als Übersicht dargestellt und so einen Überblick über den aktuellen Stand des Crowdfunding gegeben. Mit eurer Hilfe haben wir diese Übersicht nun noch einmal vervollständigt. Herzlichen Dank an alle Personen, die uns einen Hinweis auf weitere Crowdfunding-Unternehmen geliefert haben! Hier gelangt ihr zu der aktualisierten Infografik zu Crowdfundingunternehmen.
Crowdfunding Unternehmen einzeln präsentiert
Diese Woche steigen wir tiefer in das Thema ein und möchten die verschiedene Geschäftsmodelle und Unternehmen der einzelnen Kategorien ausführlicher darstellen. In der Kategorie Crowdfunding für soziale Projekte stellen wir euch daher heute Reset.to mit Sitz in Hamburg und Berlin, Betterplace.org ebenfalls mit Sitz in Berlin und die österreichische Crowdfunding Plattform Respekt.net aus Wien vor. Diese Crowdfunding Plattformen verfolgen das Ziel, Finanzierungen für regionale oder internationale Projekte zu schaffen, die mit ausreichenden Mitteln unsere Welt positiv verändern und das Leben der Menschen verbessern können.
Über betterplace.org werden zurzeit unter anderen internationale Projekte finanziert, wie der Bau einer Tagesstätte für Waisenkinder in Westkenia oder die Vergabe von Universitätsstipendien an elternlose Jugendliche aus Ruanda. Auch über Reset.to können sich Investoren an Hilfsprojekten in der ganzen Welt beteiligen, die sich beispielsweise mit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben in Haiti beschäftigen oder über unterschiedliche Viva con Agua Projekte Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygieneeinrichtungen verschaffen. Auf Respekt.net können sich Interessierte sowohl durch ein finanzielles Investment als auch durch Wissentransfer und eigener Mitarbeit an für Sie interessanten Projekten beteiligen. So werden z.B. Integrationsprojekte gefördert wie das Vorhaben, Asylwerbern Computer mit Sprachlernprogrammen und Internetzugang zur Verfügung stellen.
Aber genug der Einleitung. Hier stellen sich Reset.to, Betterplace.org und Respekt.net im Detail vor:
Crowdfunding Unternehmen für gesellschaftliches Engagement und Soziales stellen sich vor
betterplace.org

betterplace.org ist Deutschlands größte Plattform für soziales Engagement. Menschen, die helfen wollen, treffen direkt auf Menschen, die Hilfe brauchen und können diese über Hilfsprojekte unterstützen. Die Projekte kommen aus der ganzen Welt, aber auch aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Jeder Nutzer – ob als Einzelperson oder Unternehmer – entscheidet selbst, welches Hilfsprojekt er wie unterstützen möchte: mit einer Geld- oder Sachspende, mit freiwilliger Mitarbeit oder Know-how. betterplace.org verpflichtet sich, alle Spendengelder zu 100 Prozent an die projekttragende Organisationen bzw. den projektverantwortlichen Nutzer weiterzuleiten.
Viele Menschen unterstützen auf betterplace.org gemeinsam mit kleinen Beträgen soziale Projekte. Durch „soziales“ Crowdfunding finanzierten betterplace-Nutzer zum Beispiel den Wiederaufbau eines alten Kinos in Jenin im Westjordanland. Das Cinema Jenin ist so zum Symbol für friedlichere Zeiten im Zentrum des palästinensischen Widerstandes geworden. Ein anderes Beispiel ist der Berliner Fußball Club Dynamo: der Verein engagiert sich mit seinen Fans im Bereich Kinder- und Jugendarbeit und sammelt gerade Geld für einen Kinderspielplatz in Berlin-Hohenschönhausen. Das Internet bringt Transparenz und Nachvollziehbarkeit in den Spendenprozess, erleichtert die technische Abwicklung und vor allem wird eine deutlich jüngere Zielgruppe an Spendern erreicht. Auf betterplace.org kann der Unterstützer langfristig und multimedial verfolgen, welchen konkreten Unterschied sein Beitrag bewirkt.
reset.to
RESET - Sustainability starts now
Zwei große Umwälzungen prägen unsere Zeit: Die digitale Revolution, die schon heute unsere Art zu leben und zu arbeiten verändert hat. Und der Neubeginn für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften, das Ressourcen und Klima schonen und globale Gerechtigkeit ermöglicht.
RESET nutzt die neuen Möglichkeiten des digitalen Mitmachnetzes, um das Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung zu schärfen und Spenden möglichst effizient einzusetzen.
RESET bietet jedem die Möglichkeit, sich durch die Informations- und Aktionsplattform www.reset.to, über Themen zu informieren, die für eine Nachhaltige Entwicklung relevant sind und sich persönlich auf ganz individuelle Weise zu engagieren. Das bedeutet ganz konkret, dass sich Besucher von www.reset.to aktuell und umfassend über Themen aus dem Bereich Umwelt und Humanität informieren (bspw. Klimawandel, Migration, Menschenrechte oder die Überfischung der Meere) können und konkrete Wege aufgezeigt bekommen, wie sie ihr Wissen in Handeln übersetzen können - von der Spende (Geld, Zeit und Sachmittel) für eines der über ein Dutzend von RESET unterstützten Projekte auf der ganzen Welt bis zu einem verantwortungsvollerem Konsumverhalten oder Tipps zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser.
RESET arbeitet mit nationalen und internationalen gemeinnützigen Vereinen und Nichtregierungsorganisationen zusammen und empfiehlt diese nur nach sorgfältiger Recherche und Bewertung. RESET nimmt keine Gebühren für die Vermittlung. 100 Prozent der Spende kommt dem ausgewiesenen Spendenzweck zugute!
Die gemeinnützige Stiftungsgesellschaft RESET wurde im Jahr 2007 gegründet und wurde für ihr Engagement als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.
Respekt.net
www.Respekt.net ist eine Online-Plattform, auf der ProjektinitiatorInnen und ProjektinvestorInnen zusammentreffen, um gesellschaftspolitische Projekte zu finanzieren. ProjektexpertInnen und Projektakteure unterstützen bei der Umsetzung.
Eine knappe und aussagekräftige Projektbeschreibung ist der erste Schritt. Worum geht es, wer soll damit angesprochen werden, was ist das gesellschaftspolitische Ziel? Wofür wird das Budget konkret verwendet? Ebenso wichtig ist ein kurzer und prägnanter Titel.
Einbeziehung von ProjektexpertInnen und –akteurInnen. Jede/r kann sein Fachwissen bzw. Zeit zur Verfügung stellen und so die ProjektleiterInnenmit ihrem jeweiligen Fachwissen und ihrem eigenen, ganz persönlichen Netzwerk unterstützen (MultiplikatorInneneffekt).
Das persönliche Netzwerk aktivieren Zum Beispiel könnten alle FreundInnen und Bekannten auf Facebook, Xing bzw. Follower auf twitter dazu eingeladen werden, sich eine bestimmte Idee auf Respekt.net einmal anzusehen, mitzumachen, oder einfach mal 10 Euro dafür zu spenden.
Neuigkeiten und Änderungen laufend kommunizieren. Auf der Homepage gibt es unter anderem die Möglichkeit bei „Projekt-News“ Infos, Änderungen oder Neuigkeiten zu posten, um die InvestorInnen auf Respekt.net auf dem neuesten Stand zu halten.
Deren Erfolg ist unser Erfolg. Es ist wichtig, ganz konkret Menschen als UserInnen auf die Projektbörse bringen. Daraus ergibt sich ein Schneeballeffekt, der schließlich allen Projekten zu Gute kommt. Außerdem sollte jede/r den „Unterstütze mein Projekt“-Button von Respekt.net auf seinen Vereinsseiten im Netz platzieren.
Dies war die erste, detaillierte Vorstellung deutschsprachiger Crowdfunding Unternehmen. Verfolgt auch weiterhin unseren Blog. In den nächsten Tagen informieren wir euch über Crowdfunding-Unternehmen zur Finanzierung von Startups, kreativen und kulturellen Projekten und allen Arten von Projekten .
Viele Grüße,
das smava-Team
—
Neu bei smava?
Wenn Sie sich für eine Finanzierung interessieren, dann schauen Sie doch einmal auf unserer Webseite vorbei und informieren sich über unsere Kredite.
Wenn Sie direkt spannende Projekte finanzieren möchten, informieren Sie sich zu unseren Möglichkeiten der Geldanlage

