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Die Hälfte der Bundesbürger würde keinem Politiker Geld leihen

Donnerstag, 24. September 2009

Nur rund die Hälfte aller Bundesbürger ist der Meinung, dass unsere Politiker kreditwürdig sind. Das ist das Ergebnis unserer aktuellen Umfrage, die wir zusammen mit dem Marktforschungsinstitut ODC-Services durchgeführt haben. Nachdem wir in der Vergangenheit bereits eine Studie zum Thema privates Geld leihen durchgeführt haben, hat uns so kurz vor der Bundestagswahl 2009 die Frage interessiert, ob die Wähler eigentlich auch unseren Spitzenpolitikern Geld leihen würden und wenn ja, welchen. “Welchem der 19 deutschen Spitzenpolitiker würden Sie Geld leihen?” lautete die Frage, die wir 1.001 Wahlberechtigten zwischen dem 11. und 16. September gestellt haben. Auch die Bildzeitung hat am Montag bereits darüber berichtet.

Das Ergebnis unserer repräsentativen Befragung spiegelt damit insgesamt sehr mangelhaftes Vertrauen gegenüber den Spitzenpolitikern wieder. Am besten abgeschnitten haben jedoch Angela Merkel und Horst Köhler, denen jeweils 21% der Bundesbürger Geld leihen würden. Die höchste Summe würde hier an Horst Köhler gehen. Denn immerhin 22% der Köhler-Anleger würden ihm bis zu 25.000 € leihen. Auf Platz drei liegt Karl-Theodor zu Guttenberg, der von 14% der Befragten Geld bekommen würde. Frank-Walter Steinmeier liegt dagegen im Mittelfeld: Ihm würden nur 8% der deutschen Wähler einen Kredit gewähren. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt schneidet mit 1% relativ schlecht ab.

Würden die Spitzenpolitiker als Kreditnehmer auf smava.de aktiv werden, hätten sie aber immerhin ein paar Anleger davon überzeugen können, dass diese ihr Geld auch wieder zurückbekommen ;-)

Viele Grüße
das smava Team

Von welcher Partei würden Sie Aktien kaufen?

Dienstag, 22. September 2009

Kurz vor der Bundestagswahl 2009 hatten 15 Studenten der Universität München die Idee, mit Hilfe einer virtuellen Wahl-Börse das Ergebnis der echten Bundestagswahl vorherzusagen. Auf www.wahlstreet.de, einem virtuellen Handelsplatz, kann jeder Internet-User seit dem 23. Juli 2009 Aktien seiner favorisierten Partei kaufen oder verkaufen.

Ein Spiel? Jein - denn es geht tatsächlich um reales Geld, das man investieren und im schlechtesten Fall auch verlieren kann. Allerdings ist der Geldeinsatz auf der Wahlstreet bewusst gering gehalten: Man kann Beträge zwischen fünf und 50 Euro anlegen. Für einen Euro erhalten Anleger 10.000 Wahleuro, die Währung der Wahlstreet. Mittlerweile spielen schon 500 Internetnutzer mit. Jeden Tag fiebern die Spieler aufs Neue mit und beobachten fleißig die Aktienkurse. Denn schließlich ist am 27.09.2009 gleich zweimal der Tag der Entscheidung: 1. Wer gewinnt die Wahl? … und 2. Wie viel Gewinn habe ich an der Wahlstreet gemacht?

Jochen Groß, Initiator des Forschungsprojektes “Wahlstreet” und wissenschaftlicher Mitarbeiter am soziologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), geht es aber nicht nur um Gewinn oder Verlust. Ihm geht es vor allem darum, herauszufinden, “welche Einflussfaktoren den Markt treiben und welche Auswirkungen Meinungsumfragen haben”, so der angehende Wissenschaftler.

Momentan liegt die CDU zusammen mit der CSU bei ca. 33%, die SPD bei ca. 24%. Auf die FDP fallen 13,5% ab und die Grünen kommen auf ca. 11,5%, knapp gefolgt von der Linken mit 11%.

Also, liebe Anleger, wenn Sie mitbestimmen wollen, wer das Rennen macht, dann nix wie los zur Wahlstreet - der Countdown läuft! Für längerfristige Anlagen können Sie auch schon bei smava Beträge ab 250€ in interessante, aber unpolitische Projekte investieren ;-)

Viele Grüße
das smava Team