Einträge mit den Tags ‘Konsum’

Trotz Krise bleibt die Kauflaune der Deutschen gut

Montag, 14. September 2009

Auch von der Wirtschaftskrise lassen sich Verbraucher in Deutschland nicht die Freude am Einkaufen nehmen. Für einen anhaltend starken Konsum sorgten in den letzten Wochen und Monaten stabile Preise und die Abwrackprämie. Den Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge haben die Deutschen im ersten Halbjahr 2009 ungefähr 36 Mrd. Euro für Neufahrzeuge ausgegeben. Laut Statistischem Bundesamt seien zudem die Preise für Lebenshaltungskosten im August im Vergleich zum Juli gleich geblieben und nicht gestiegen. Für September 2009 hatte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) das beste Konsumklima seit Jahresbeginn prognostiziert. Die Bereitschaft für größere Anschaffungen erreichte sogar auf den höchsten Wert seit Dezember 2006, so GfK-Experte Rolf Bürkl.

Die bessere Einkommenslage aufgrund der Entlastungen bei der Krankenversicherung und der Einkommensteuer stimmt die Verbraucher in Deutschland außerdem sehr optimistisch. Dennoch sollte man nach Meinung von Experten nicht zu optimistisch in die Zukunft schauen: Denn es drohe nach wie von eine Kreditklemme.

Das Leihen und Verleihen von Geld zwischen Privatpersonen ist hier ein möglicher Lösungsansatz, wenn Banken die Wirtschaft nicht mit der nötigen Liquidität versorgen.

Viele Grüße
das smava Team

Sind Geldangelegenheiten Frauensache?

Mittwoch, 2. September 2009

Wenn es um die Frage geht, wofür Geld ausgegeben werden soll, haben eindeutig Frauen das Sagen, so eine neue Studie des Beratungsunternehmens Boston Consulting. Von 100 Euro, die in einem deutschen Haushalt konsumiert werden, geben Frauen im Durchschnitt 72 Euro entweder direkt aus oder sie entscheiden zumindest (mit), was mit dem Geld passiert. “Frauen sind in den meisten Familien der oberste Finanzchef”, so Antonella Mei-Pochtler, Geschäftsführerin bei Boston Consulting. Im Rahmen der Studie wurden 12.000 Frauen in 22 verschiedenen Ländern zu ihrem finanziellen Handlungsspielraum befragt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern bestimmt das weibliche Geschlecht über einen Großteil der Haushaltsausgaben.

Mittlerweile ändern auch immer mehr Unternehmen ihre Kommunikationsstrategie dahingehend, dass die werbliche Ansprache sich stärker an das weibliche Geschlecht richtet - sogar in Branchen, in denen bislang Männer die absolute Hoheit hatten. Baumärkte beispielsweise, die bis vor einigen Jahren noch eine absolute Männerdomäne waren, verwenden auf Werbemitteln inzwischen nicht mehr den typischen Heimwerker, sondern die Frau im Blaumann.

Dieser Trend ist auch ganz einfach nachzuvollziehen: Denn zum einen nimmt sowohl der Anteil der erwerbstätigen Frauen weltweit zu als auch der Anteil der weiblichen Beschäftigten in höheren beruflichen Positionen. Damit verfügt die Gesamtheit der Frauen über ein immer größeres finanzielles Budget. Zum anderen übernehmen Frauen in Familienhaushalten ohnehin meist die Rolle des Einkäufers und sind damit für sämtliche Konsumausgaben verantwortlich.

Unter den smava Kreditnehmern sind etwa 30% weiblich. Wer weiß, wie die Geschlechterverteilung der smava Kreditnehmer in den nächsten 2 Jahren aussehen wird … Ganz klar sind es aber nach wie vor die Männer, die sich darum kümmern, das Geld zu vermehren. Denn 90% unserer smava Anleger sind männlich. Um also auf unsere anfängliche Frage “Sind Geldangelegenheiten Frauensache?” zurückzukommen: Ja, zumindest was Konsumausgaben anbelangt. Geldanlage und Finanzplanung liegt aber nach wie vor überwiegend in der Hand der Männer.

Viele Grüße
das smava Team