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Soziale Rendite, Teil 2 – Was für weitere „soziale Anlageformen“ gibt es?

Donnerstag, 19. Juni 2008

Im ersten Teil hatten wir erläutert, warum smava nicht nur eine gute Investition, sondern auch eine soziale Rendite bietet. Nachfolgend möchten wir Ihnen weitere Anlageklassen vorstellen, die eine nachhaltige und ökologische Rendite bieten.

1. Ökofonds:
Was ist das? Ökofonds beziehungsweise Nachhaltigkeitsfonds sind üblicherweise offene Aktienfonds. Sie werden in zwei unterschiedliche Bereiche unterteilt: Umwelttechnologie-Fonds und ethisch-ökologische Fonds. Umwelttechnologie-Fonds beschäftigen sich vor allem mit Unternehmen, die ökologisch-erneuerbare Energien vorantreiben oder deren Energie-Effizienz verbessern. Dies sind meist kleine Firmen aus den Bereichen Wind-, Wasser-, oder Solarenergie und Recycling, aber auch innovative Software- und Technologie-Unternehmen.
Ethisch-ökologische Fonds zeichnen sich durch eine sehr umfassende Bewertung aus. Dabei werden ökologische und soziale Kriterien für die Einschätzung von Unternehmen herangezogen. Zusätzlich gibt es Ausschlusskriterien, wie die Tätigkeit in der Rüstungs- oder Kernkraftindustrie oder den Vertrieb von Suchtmitteln (bspw. Zigaretten).

Wie hoch ist die Rendite? Teilweise haben Fonds jährliche Renditen von knapp 8-10% geliefert, in Einzelfällen auch höher. Hierbei ist natürlich immer wichtig, seine persönliche Risikopräferenz zu kennen.

Wo kann ich investieren? Einen guten Überblick über verschiedene Öko-Fonds-Alternativen bietet die Stiftung Warentest hier.

2. Ökologische Aktien:
Was ist das? Bisher werden grüne Aktien noch nicht in einem speziellen Segment an der Börse gehandelt. Allerdings gibt es verschieden Klassen von grünen Unternehmen:

· Umwelttechnik-Unternehmen: Firmen die hauptsächlich in erneuerbare Energien investieren, oder diese vorantreiben.
· grüne Pioniere: Unternehmen, deren Produktionsverfahren oder Produkte besonders umweltfreundlich sind.
· Öko-Leader: große Firmen, die trotzdem eine sehr gute soziale Perfomance aufweisen.

Wie hoch ist die Rendite? Hier eine generelle Aussage zu treffen ist schwierig, da diese Unternehmen in der Regel relativ jung sind. Demzufolge sollte auch das Risiko eines Marktscheiterns mit berücksichtigt werden. Im Vergleich zu Fonds sind Aktien risikoreicher, da hier ein Einzelwert im Gegensatz zu einem Portfolio vorliegt.

Wo kann ich investieren? Üblicherweise können Sie Ökologische Aktien bei Ihrer Bank ordern. Gerade für nicht-börsennotierte Unternehmen können Beteiligungsgesellschaften wie die New Value AG oftmals eine gute Alternative sein.

3. Grüne Zertifikate:
Was ist das? Obwohl Zertifikate noch eine recht junge Anlageform sind, sind sie aufgrund ihrer Börsennotierung handelbar. Zudem ist Ihre Laufzeit oft auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Grüne Zertifikate sind Themenzertifikate. Das bedeutet, dass das Zertifikat sich in der Regel an der Kursentwicklung von themenverwandten Basiswerten – Wertpapieren - orientiert. Vor allem für Öko-Pioniere eine interessante Anlageform.

Wie hoch ist die Rendite? Da Zertifikate ähnlich wie Anleihen strukturiert sind und eine „Wette“ auf einen Basiswert darstellen, besitzen Sie eine vergleichbare Riskikostruktur. Im Bio-Sektor können diese aufgrund des gegenwärtigen Booms durchaus attraktive Renditen im erwirtschaften.

Wo kann ich investieren? Erwerben und informieren können Sie sich über neue grüne Zertifikate beispielsweise unter www.ecoreporter.de. Zu achten ist hierbei darauf, dass der Emittent liquide erscheint und dass Sie Zertifikate nicht erst kurz vor Ende der Laufzeit erwerben, da ihre Rendite ansonsten durch die Anschaffungskosten stark gedrückt wird.

Beste Grüße,

Eckart Vierkant

Geschäftsführer smava.de, Leiter Produkt- und Risikomanagement

Warum smava eine “soziale Rendite” bietet…

Montag, 16. Juni 2008

In Zeiten einer globalen “Subprime-Bankkrise”, einbrechenden Immobilienmärkten und spekulativen Blasen bekommen Worte wie “Nachhaltigkeit” und “soziale Rendite” besondere Aufmerksamkeit. Warum? Weil private und auch institutionelle Investoren “Sinnhaftigkeit” - in Kombination mit einer guten Rendite - wertschätzen.

Dieser Trend zeigt sich an dem sprunghaften Wachstum der Ökologie-Fonds. Sinnhafte Geldanlage ist “in”. Ein weiteres Beispiel ist der Nobelpreis für Mikrokredite - gute Kredite, die Menschen in der dritten Welt halfen, aus dem Teufelskreis von “zu wenig Geld für Investitionen, da man Geld für Essen braucht” auszubrechen…

Auch bei smava sehen wir, dass viele Anleger Wert auf diesen Aspekt legen. Dennoch: smava ist vor allem ein Marktplatz, auf dem die Teilnehmer gute Geschäfte machen wollen. Um das zu ermöglichen, stellt smava für Anleger eine Menge an Tools bereit: Anleger können sich anhand der vom Kreditnehmer angegebenen Zinsen, der Bonität und weiterer Kriterien wie dem Kapitaldienstfähigkeits-Indikator ein gutes Bild vom Rendite-Risiko-Profil eines einzelnen Kreditnehmers machen. Das ermöglicht smava Anlegern ein rationales Anlageverhalten. Diese rationale Bewertung wurde smava auch mehrfach in Gruppendiskussionen und Marktplatzbefragungen bestätigt.

Zusätzlich zu diesen klassischen Anlagekriterien erhalten Anleger aber auch weitere Informationen über den Verwendungszweck, der vom Kreditnehmer angegeben wird. So kann man sein Geld genau in den Bereichen anlegen, die man selber für unterstützenswert hält. Jemand unterstützt Solarenergie? Dann kann er auf smava Kreditnehmer unterstützen, die ihr Haus damit umrüsten. Oder er steht auf Autos mit Flügeltüren, Ponys oder anderes? Auch hier kann er auf smava seine Leidenschaften finanzieren. Damit erhält ein Anleger bisher unbekannte, hohe Transparenz:
Anstatt wie bei einem Fonds oder bei einem Sparkonto der Bank weiß man beim smava Privatkredit genau, an wen und wofür das Geld fließt. Hervorzuheben ist aber auch die Variante, direkt mit dem Kreditnehmer zu sprechen und sich auszutauschen. Viele Anleger tun dies vor oder nach Ihrem Investment und erhalten oft ein persönliches “Dankeschön”.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Ja, auf smava möchten Menschen Geld verdienen und oftmals ist dies oberste Priorität. Dennoch ist vielen Anlegern auch wichtig, wofür das Geld verwendet wird und ob der Kreditnehmer das gut beschrieben hat. Somit kann man bei smava nicht nur gutes Geld verdienen, sondern auch andere Menschen unterstützen. Und bekommt damit unterm Strich eine wirklich “soziale Rendite”.

In unserem nächsten Blog-Beitrag werden wir Ihnen andere Formen der sozialen Rendite wie die angesprochenen Öko-Fonds vorstellen, damit sie sich rundum ein “Portfolio mit gutem Gefühl” zusammenstellen können.

Beste grüße,

Alexander Artopé

Geschäftsführer, smava.de