Einträge mit den Tags ‘Risiko’

Sicherheit spielt bei deutschen Anlegern eine immer größere Rolle

Mittwoch, 16. September 2009

Einer aktuellen Studie von Schroders und der GfK zufolge sind die Deutschen bei Geldanlageentscheidungen noch vorsichtiger geworden als sie bisher waren. Oft entgehen ihnen dadurch sogar Chancen, doch die Sicherheit geht eindeutig vor. Die Studie wurde bereits vor zwölf Monaten zum ersten Mal durchgeführt. Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung konnten also direkt mit denen der vorjährigen Befragung verglichen werden und dadurch Entwicklungstendenzen ermittelt werden. Ziel der Studie ist es, das Anlageverhalten der deutschen Privatanleger zu durchleuchten.

Die meisten Privatanleger (80%) investieren ihr Geld lieber in deutsche Anlageprodukte und möchten dies auch in den nächsten zwei Jahren tun. Der Grund ist weniger Strategie und Berechnung als viel mehr Angst vor Verlusten. Zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, dass internationale Kapitalanlagen mit einem zu hohen Risiko behaftet sind. Dennoch halten aber rund die Hälfte der Befragten China für die zukünftige ökonomische Supermacht.

Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH, ist der Meinung, dass die Vorliebe für Geldanlagen im Heimatland zwar nachvollziehbar und menschlich sei, dass Anleger in Wirklichkeit aber unter Umständen ein höheres Risiko in Kauf nehmen, wenn sie sich ausschließlich auf den deutschen Anlagemarkt konzentrieren. Wie wir bereits vor einigen Monaten im Blog beschrieben haben, kann durch eine gute Diversifikation seines Portfolios eine Risikoreduktion erreicht werden. Küssner empfiehlt daher, sich ein ausgewogenes Portfolio zusammenzustellen und hier auch Kapitalanlagen in Schwellenländern nicht außer Acht zu lassen.

Wie durch die Studie außerdem ans Licht kam, besteht bei deutschen Anlegern noch ein großer Aufklärungsbedarf. Damit Anleger auf smava.de die richtigen Investitionsentscheidungen treffen können, bietet smava regelmäßig Telefonkonferenzen für Anleger an, bei denen auf sämtliche Fragen und Themen eingegangen wird, die unsere Anleger interessieren.

Viele Grüße
das smava Team

smava Statistiken von Verchow erklärt – Teil 2

Dienstag, 21. Juli 2009

Im ersten Teil des Beitrags haben Sie erfahren, dass Faktoren wie Zahlungsunfähigkeit bei der Bewertung von Kreditprojekten eine entscheidende Rolle spielen. Welche Größen sonst noch berücksichtigt werden sollten und in welche Kreditprojekte es sich zu investieren lohnt, erfahren Sie hier!

(…) Etwas komplizierter wird es noch, da die gemeinschaftliche Absicherung der Ausfälle ebenfalls berücksichtigt werden muss. Als Kreditgeber haften Sie mit den Tilgungsleistungen Ihres Investments für alle aktuellen und zukünftigen Ausfälle des entsprechenden Risikopools. Dabei bezeichnet die Zahlungsquote den Anteil, den Sie von Ihren Tilgungsleistungen erhalten. Der restliche Betrag ist für Sie verloren. Somit hat die Zahlungsquote einen wesentlichen Einfluss auf den Wert der Projekte und sollte so gut wie möglich prognostiziert werden. Leider kennt niemand die zukünftigen Zahlungsquoten. Da diese nicht nur von der Anzahl der Ausfälle in einem Pool abhängt sondern zusätzlich noch von der Höhe der ausgefallenen Kredite, sind Prognosen sehr schwer. Es kann jedoch angenommen werden, dass sich im Laufe der Zeit und mit einer zunehmenden Anzahl an Projekten die Zahlungsquoten einem bestimmten Wert nähern, von diesem sie dann immer weniger abweichen werden. Wären in jedem Pool ausreichend viele Projekte ausreichend lange vorhanden, würden die historisch beobachteten Zahlungsquoten auch die besten Schätzungen für die Zukunft darstellen. Allerdings sind die Pools (noch) zu jung und enthalten nicht genug Kredite, um verlässliche Prognosen aus ihnen ableiten zu können. Unterstellt man jedoch einen Zusammenhang zwischen den Pools und der Zahlungsquote, so lassen sich die zufälligen Schwankungen einzelner Pools teilweise ausgleichen. Somit ist es möglich, auch mit wenigen Krediten in den einzelnen Pools eine Prognose abzugeben, die ohne zusätzliche Annahmen auskommt und nur aus den bisherigen Beobachtungen abgeleitet werden kann. Diese Zahlungsquoten werden auf meiner Seite standardmäßig für die Bewertungen verwendet. Sie können jedoch auch eine andere Prognose auswählen - zum Beispiel die von smava selbst.

Diese prognostizierte Zahlungsquote für alle zukünftigen - insbesondere auch für die anfänglichen - Zahlungen zu verwenden erscheint nicht besonders sinnvoll. Auch würde dadurch eine wichtige Information unberücksichtigt bleiben: Der Wert der aktuell gültigen Zahlungsquote. Liegt diese nämlich unter ihrem prognostizierten Wert, ist es auch fast unmöglich, dass sie sofort auf diesen Wert “springt”. [1] Bei allen Bewertungen wird daher unterstellt, dass sich die Zahlungsquote langsam vom aktuell gültigen an den prognostizierten Wert annähert. Auf einer extra Seite zu den Zahlungsquoten finden Sie neben allen aktuellen Werten und Prognosen weitere Informationen zu den Berechnungen.

Mit dem Wissen über den heutigen Wert von zukünftigen Zahlungen, der Berücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten, einer Prognose zur Entwicklung der Zahlungsquoten und etwas Mathematik werden die heutigen Werte der Projekte ermittelt. Sie erinnern sich? Ziel war es, etwas für weniger Geld zu kaufen, als es Wert ist. Ziehen Sie von diesem Wert den Betrag des Investments und die Gebühren ab, so erhalten Sie den heutigen “Mehrwert” eines Projektes - dieser wird als Kapitalwert bezeichnet. Nach diesem Wert sind die Projekte in einer Tabelle übersichtlich sortiert. Aktuelle Projekte, für die kein Gebot mehr möglich ist, werden standardmäßig nicht angezeigt. Unter “Szenarien/Einstellungen” befinden sich jedoch auch Optionen, mit denen Sie den Umfang der anzuzeigenden Projekte beeinflussen können. In einer zweiten Tabelle finden Sie weitere Kennzahlen der einzelnen Projekte. Alle Kennzahlen werden am Ende der Seite kurz erläutert.

Mit der Bestimmung des Kapitalwertes soll die Auswahl geeigneter Projekte jedoch nicht abgeschlossen sein. Da in die Berechnungen unsichere Prognosen einfließen, ist auch der ermittelte Wert nur eine Schätzung. Sein tatsächlicher Wert, der sich ja leider nur nachträglich ermitteln lässt, kann darüber oder darunter liegen. Wie weit darunter, hängt davon ab, ob und wann der Kredit ausfällt. [2] Wie groß dieses Risiko ist, schätzt die SCHUFA. Grundsätzlich sollten Sie bei zwei Projekten, die den gleichen geschätzten Wert haben, das mit dem geringeren Risiko bevorzugen. Umgekehrt bedeutet dies, dass Sie für ein höheres übernommenes Risiko auch mehr Gegenwert verlangen sollten. Wie viel Sie für welches Risiko verlangen ist Ihrer Risikobereitschaft überlassen. Sind Sie ein Spieler, ist es Ihnen vielleicht egal. Scheuen Sie jedoch das Risiko, wird man Ihnen etwas bieten müssen, damit sie es einzugehen bereit sind. Um diesen Zusammenhang zwischen Ertrag [3] und Risiko bei allen Projekten übersichtlich darzustellen, gibt es ein Ertrags-Risiko-Diagramm. Haben Sie ein für sich geeignetes Verhältnis zwischen Ertrag und Risiko gefunden, können Sie schnell geeignete Projekte identifizieren.

Damit Sie nicht permanent auf das Ertrags-Risiko-Diagramm schauen müssen, können Sie Ihr gewünschtes Verhältnis von Ertrag und Risiko neben weiteren Kennzahlen in einer oder in mehreren E-Mail-Regeln definieren. Trifft eine Regel auf ein oder auf mehrere neue Projekt zu, so bekommen Sie eine Nachricht.

Auch wenn sich die Seite hauptsächlich an Kreditgeber richtet, kann sie für potentielle Kreditnehmer ebenfalls sehr nützlich sein. So kann zum Beispiel ein Zinssatz gefunden werden, mit dem die Kreditgeber das Projekt gerade noch finanzieren würden. Somit kann ein Kreditnehmer letztlich seine Zinsbelastung reduzieren. Für Kreditgeber und -nehmer gleichermaßen von Interesse, könnten die historischen Daten des Marktplatzes sein. Hier werden die Zinsen, die Zahlungsquoten und weitere Kennzahlen vom letzten Jahr in Diagrammen dargestellt.

Ich wünsche allen viel Erfolg,
Thomas Verchow
Betreiber von smava.verchow.com

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[1] Damit die von smava prognostizierte Zahlungsquote zum Beispiel im Pool B/36 Monate erreicht werden kann, wären sofort mehr als 200 neue Kreditprojekte notwendig. In diesem Pool wurden jedoch bisher nur ca. 160 Projekte finanziert. Somit wird es selbst im günstigsten Fall eine Weile dauern, bis sich die Prognose - sofern sie denn korrekt ist - überhaupt einstellen kann.
[2] Das Risiko sinkender Zahlungsquoten haben Sie ebenfalls zu tragen. Mit zunehmender Größe und zunehmendem Alter der Pools wird sich der Einfluss eines Ausfalls aber immer weniger bis gar nicht auf die Zahlungsquote auswirken. Da bisher noch kein Pool diese Größe bzw. das Alter erreicht hat, besteht dieses Risiko noch und Sie können nur hoffen, dass die SCHUFA die Ausfallwahrscheinlichkeiten korrekt geschätzt hat.
[3] Aus Wert wird Ertrag? Ja, es klingt einfach besser. Und da Sie den heutigen Wert eines Projektes nicht sofort realisieren können, sondern erst in der Zukunft bekommen, kann man ihn wohl auch als Ertrag bezeichnen.

Einfach - praktisch - gut: Geldanlage mit smava professional

Mittwoch, 6. Mai 2009

In Gesprächen mit unseren Anlegern in den letzten sechs Monaten haben wir immer wieder gehört, dass die aktive Geldanlage bei smava für viele eine zeitliche Herausforderung ist.

Warum? Nachdem ein Anleger von der Idee “Kredite von Mensch zu Mensch” überzeugt ist und sich bei smava anmeldet hat, möchte er gerne in smava Kredite investieren. Oft überweist er das Geld, findet dann aber nicht die nötige Zeit, sich mit den einzelnen Kreditprojekten zu beschäftigen. Wie überall, so gilt auch bei smava: je mehr Zeit man mit der Analyse der Kreditprojekte und den dazu gehörigen Informationen verbringt, desto besser sind die Erfolgschancen. Insbesondere die Streuung des Anlagebetrags über die Kreditprojekte und Bonitätsklassen hinweg nimmt Zeit in Anspruch.

Aus diesem Grund haben wir uns intensiv Gedanken über eine weitere Vereinfachung der Geldanlage bei smava gemacht. Die Idee: Jeder soll unabhängig von seiner zur Verfügung stehenden Zeit die Chance haben, mit einem standardisierten Portfolio ein möglichst ausgewogenen Rendite-Risiko-Mix zu erzielen. Daraus haben wir eine Funktion entwickelt, die nach Ihren Vorgaben ein standardisiertes Portfolio an smava Krediten zusammenstellt: “smava professional”. Das ist eine Ergänzung zu den bisherigen zwei Formen der Geldanlage bei smava:

  1. Individuelle Geldanlage durch Sie selbst: Anleger wählen selbst die für sie wichtigen und passenden Kreditprojekte aus.
  2. Automatische und persönliche Geldanlage mit dem Gebotsassistenten: Auf Basis Ihrer Kriterien sucht der Gebots-Assistent als “Bietmaschine” Kreditprojekte aus und gibt darauf automatisch Gebote ab.

Die jetzt neue und dritte Funktion “smava professional” geht noch einen Schritt weiter als ein einzelner Gebotsassistent: Nach der Aktivierung von “smava professional” müssen neben dem Gesamtanlagebetrag und der Laufzeit seitens der Anleger keine zusätzlichen Einstellungen mehr vorgenommen werden. “smava professional” legt den Anlagebetrag standardisiert über alle Bonitätsklassen hinweg auf dem Marktplatz an. Welche Vorteile haben Sie als Anleger davon?

  • Durch den automatisierten und vereinfachten Geldanlage-Prozess sparen Sie noch mehr Zeit als beim einzelnen Gebotsassistenten
  • Durch die breite Risikostreuung über alle Bonitätsklassen erhalten Sie einen ausgewogenen Rendite-Risiko-Mix

Wie funktioniert das und wie wird dabei das Portfolio zusammengestellt?
Das “smava professional” Portfolio besteht aus drei Gebots-Assistenten für jeweils eine Bonitätstranche:

  • Tranche 1: Bonitäten A - C
  • Tranche 2: Bonitäten D - F
  • Tranche 3: Bonitäten G + H

Anleger geben den Gesamtbetrag an, den sie über “smava professional” anlegen möchten (zwischen 5.000 € und 50.000 €) und “smava professional” wählt daraufhin geeignete Kreditprojekte. In der Übersicht sehen Sie, wie die jeweiligen Anlagebeträge auf die drei Tranchen aufgeteilt werden:


Gebote werden immer nur dann abgegeben, wenn die Geldanlage die erwartete Mindestrendite erfüllt. Die erwartete Mindestrendite leitet sich dabei aus den Marktzinsen ab. Das heißt: “smava professional” investiert nur in Kreditprojekte mit mindestens dem Zinssatz, der der niedrigsten durchschnittlichen erwarteten Rendite der Bonitätsklassen einer Tranche entspricht. Für die Ermittlung des Durchschnitts werden die letzten 30 Tage betrachtet. Die erwarteten Mindestrenditen der drei Gebots-Assistenten werden einmal wöchentlich aktualisiert. So gehen Sie sicher, dass Ihre Renditeforderungen immer auch dem Markt entsprechen. Mit “smava professional” vermeiden Sie, dass Ihr Geld keine passenden Kreditprojekte findet und nicht investiert wird, weil Ihre Renditeforderung über dem Marktzins liegt. Ebenso sind Sie vor Kreditprojekten mit zu niedrigen Zinsen geschützt.

Mit “smava professional” vervollständigen wir die bisherigen Arten der Geldanlage. Im Ergebnis kann bei smava jeder Anleger die für sich passende Anlagefunktion nutzen.

  • Ein Anleger, dem das Thema des von ihm finanzierten Kreditprojektes besonders wichtig ist, wählt seine Kreditprojekte selbst.
  • Ein Anleger, der vereinfacht Geld anlegen möchte, dies aber nach seinen Vorstellungen, nutzt den Gebotsassistenten.
  • Ein unter Zeitdruck stehender Anleger, bei dem das Gesamtergebnis und nicht so sehr die Auswahl der einzelnen Kreditprojekte und die Zusammenstellung des Portfolios wichtig ist, wählt “smava professional”.

Sie sind bereits als Anleger auf smava.de angemeldet? Dann legen Sie gleich los!
Wir sind auf Ihre Reaktionen gespannt - bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen “smava professional” gefällt und welche Verbesserungsvorschläge Sie haben!

Viele Grüße,
Eckart Vierkant, Geschäftsführer smava GmbH

Anleger verlieren das Vertrauen in Banken

Dienstag, 3. Februar 2009

Im Zuge der Finanzkrise sind Besserverdiener misstrauischer gegenüber Banken geworden. Das belegt der aktuelle German Wealth Monitor (GWM) - eine Studie, die vom Frankfurter Institut BrandControl seit 2006 zweimal jährlich unter 1.000 deutschen Top-Verdienern durchgeführt wird. Neben Anlageverhalten und Mediennutzung werden vor allem Einstellungen zu Banken sowie das Vertrauen in die Geldinstitute untersucht.

Die Inanspruchnahme der staatlichen Rettungspakete durch angeschlagene Banken wird laut GWM von Spitzenverdienern zwar grundsätzlich positiv bewertet und als hilfreiches Mittel angesehen, um die Finanzkrise schneller zu überwinden. Andererseits fördert dies nicht gerade die Reputation und das Kundenvertrauen. Nach Meinung von Dr. Harald Jossé, Geschäftsführer BrandControl, müssen Banken ihren Kunden jetzt glaubwürdig vermitteln, dass die Sicherheit der Geldanlage an oberster Stelle steht. Sie müssen Wege aufzeigen, wie sie sich zukünftig gegen ähnliche Entwicklungen und Risiken absichern wollen. Nur dann wird es den Banken gelingen, das Vertrauen ihrer Anleger zurückzugewinnen.

Deutsche Spitzenverdiener haben in Bezug auf ihre Geldanlage zunehmend Bedürfnis nach erhöhter Sicherheit, transparenter und aufrichtiger Kommunikation. Jeder vierte Anleger, der im Rahmen des German Wealth Monitor befragt wurde, hat vor, sein Anlageverhalten zu ändern. Der Trend geht eindeutig weg von risikoreichen hin zu sicheren Anlageklassen. Außerdem vertrauen vermögende Anleger immer weniger auf die Anlagetipps der Bankberater und möchten ihr Vermögen zunehmend selbst verwalten.

Dass sich immer mehr Privatanleger nach Alternativen umschauen, merken wir bei smava deutlich und sehen in den letzen Monaten einen enormen Zuwachs bei Anlegern.

Investments auf dem smava Kreditmarktplatz weisen eine sehr geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen auf. Das Risiko der auf smava finanzierten Kredite ist wenig volatil und verhält sich unabhängig von der Entwicklung auf den Aktienmärkten. Angesichts der guten Renditen, die selbst nach Abzug des Risikoaufschlags und der ab 09.02. anfallenden Bearbeitungsgebühr zu erzielen sind, eignet sich eine smava Geldanlage hervorragend für die Depotbeimischung - ganz im Sinne einer wirkungsvollen Diversifikation. Durch die German Wealth Monitor Studie sehen wir uns auch darin bestätigt, einen Marktplatz zu schaffen, der Sicherheit, Transparenz und Fairness bietet und es den Nutzern ermöglicht, selbstbestimmt gute Geschäfte miteinander zu machen.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Diversifikation - mehr Rendite bei geringerem Risiko

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Sein Kapital sinnvoll und rentabel anzulegen, ist kein Kinderspiel. Wer sich eine möglichst hohe Rendite zum Ziel setzt, hat bis vor ein paar Monaten noch mutig in Aktien investiert und damit ein vergleichsweise hohes Risiko in Kauf genommen. Im Hinblick auf die Finanzkrise sind Anleger mittlerweile aber zunehmend vorsichtiger geworden und schichten ihr Kapital in andere Anlageklassen um. Ob man sein Geld nun auf dem (vermeintlich sicheren) Bankkonto parkt, Anleihen kauft oder in riskante Wertpapiere investiert - bei jeder Anlageklasse besteht ein Risiko bis hin zum Kapitalverlust.

Es gibt verschiedene Strategien, dieses Risiko zu minimieren. Die wohl wichtigste ist die Risikostreuung, auch Diversifikation genannt. Das heißt, man verteilt sein Kapital auf viele verschiedene Anlageklassen mit jeweils unterschiedlich hohem Risiko und erreicht damit in Summe eine Risikominderung. Je mehr unterschiedliche Anlageprodukte man in sein Depot holt, desto stärker ist das Risiko verteilt und desto geringer ist der Kapitalausfall. Harry M. Markowitz, 1990 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet für seine Moderne Portfoliotheorie, lieferte den Beweis, dass durch eine optimale Diversifikation eine sehr viel höhere Rendite bei gleichzeitig geringerem Risiko erreicht werden kann. Viele erfolgreiche Fondsmanager machen sich diesen Effekt zu Nutze, indem sie auf die moderne Portfoliotheorie zurückgreifen. Eine jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass das Kapitalverlustrisiko bei zu geringer Streuung auf verschiedene Anlageklassen besonders hoch ist.

Die meisten deutschen Privatanleger sind eher risikoscheu. Umso mehr verwundert es, dass die Deutschen ihr Vermögen auf nur sehr wenige Anlageklassen konzentrieren. Jeder fünfte Haushalt investiert in nur eine einzige Anlageklasse. Bei knapp der Hälfte aller deutschen Haushalte besteht das Portfolio zumindest aus zwei bis drei Anlagearten, nur etwa 18% verteilen ihr Kapital auf mindestens vier verschiedene Anlageprodukte (Quelle: FTD vom 06.11.2008). Deutsche Privatanleger haben also noch nicht erkannt, wie wichtig eine optimale Diversifikation ist und welches Potential in einem breit gestreuten Anlageportfolio steckt.

Investments auf dem smava Kreditmarktplatz eignen sich gut, um sein Depot mit einer weiteren Anlageklasse beizumischen und damit den festverzinslichen Anteil seines Anlageportfolios optimal zu ergänzen. Diese Geldanlage korreliert kaum mit anderen Anlageklassen. Da bei smava keine Bank mitverdient, können sich Anleger und Kreditnehmer diese Marge teilen. Daraus resultieren niedrigere Zinsen für Kreditnehmer und höhere Renditen für Anleger. Durch die Anleger-Pools ist das Risiko über den Risikoaufschlag gut planbar. Der Marktplatz bietet Anlegern ein sehr hohes Maß an Transparenz und nur geringe Volatilität. Mit dem Ziel, das Risiko auf dem Kreditmarktplatz so niedrig wie möglich zu halten, können Anleger ihr Kapital nach dem Prinzip der Risikostreuung auf viele verschiedene Bonitätsklassen verteilen.

Viele Grüße,
Eckart Vierkant, Geschäftsführer smava GmbH

Finanzkrise - eine Folge mangelnder Risikotransparenz?

Mittwoch, 24. September 2008

Die internationale Finanzkrise erreicht ihren Höhepunkt: Die US-Regierung lässt nichts unversucht, um eine fortlaufende Pleitewelle bei den Banken zu verhindern. Der aktuelle Plan der US-Regierung sieht vor, mit einem 700 Milliarden Dollar schweren Rettungsfond die faulen Kredite aufzukaufen und damit den angeschlagenen Finanzhäusern wieder zu Liquidität zu verhelfen. Insgesamt soll dies zur Stabilisierung der erschütterten Finanzmärkte beitragen. Auch andere Industriestaaten sollen dem Beispiel folgen und sich am Rettungspaket beteiligen. Die Pläne stoßen allerdings auf scharfe Kritik. Denn zunächst scheint es so, als ob der Steuerzahler für die Milliardenschweren Verluste durch geplatzte Immobilienkredite aufkommen muss. Allerdings argumentiert Präsident George W. Bush damit, dass es ohne das Einschreiten durch die Regierung zu weiteren Belastungen auf den Finanzmärkten kommen wird und sich das Problem letztendlich noch mehr auf den Durchschnittsbürger ausweiten würde.

Finanzmarktexperten halten den Bankenkrach nicht für eine unvorhersehbare Katastrophe, die alle paar Jahre vorkommt und die internationalen Finanzmärkte in Mitleidenschaft zieht. Nein, vielmehr hätte man sich mit dem richtigen Bauplan gegen solch einen “Tsunami” schützen können. Das Problem der Finanzkrise ist u.a. darin begründet, dass die Kredit-finanzierten US-Immobilien von den Rating-Agenturen vollkommen unseriös bewertet und die Risiken damit nicht adäquat klassifiziert wurden. Otto Bernhardt, Finanzexperte der CDU-Bundestagsfraktion, sieht die Rating-Agenturen sogar als Hauptschuldige: “Die Leute haben Produkte gekauft, die sie nicht verstanden haben und sich auf das Urteil der Ratingagenturen verlassen” (Quelle: Tagesspiegel vom 22.09.2008).

Wir werden oft gefragt, wie sich die Finanzkrise auf den smava Marktplatz auswirkt. Für Anleger ist das auf dem smava Marktplatz vorhandene Risiko transparent und durch den Risikoaufschlag berücksichtigt. Zudem spielen die Eigenschaften der Anlageklasse “smava Kreditforderungen” ihre Vorteile aus: gute Renditen, niedrige Volatilität und vor allem eine geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen. Das bedeutet, dass das Risiko der bei smava finanzierten Kredite unabhängig von der Entwicklung der Aktien- oder Bondmärkte ist.

Sprich: Ihre Rückzahlung der finanzierten Kredite erfolgt unabhängig davon, ob nun Börsenhausse oder -baisse ist. Insofern mehr denn je eine ideale Depotbeimischung. Als indirekte Folge der Kreditkrise spüren wir seit einigen Monaten ein erhöhtes Anlegerinteresse, weil viel Liquidität aus anderen Anlageklassen umgeschichtet wird. Für Kreditnehmer besteht keine Auswirkung, weil bei smava sichere rechtliche Rahmenbedingungen bestehen. Das bedeutet beispielsweise, dass die vertraglich vereinbarten Zinsen nicht - wie bei Immobilienkrediten in den USA teilweise der Fall - nachträglich angehoben oder verändert werden können.

Insgesamt sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf den smava Marktplatz also sehr gering. Es ist zu hoffen, dass sich die Finanzmärkte in den nächsten Wochen wieder etwas beruhigen. Dabei ist eines sicher: die dramatischen Veränderungen an den Finanzmärkten werden uns noch lange darüber hinaus beschäftigen.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH