Einträge mit den Tags ‘Vertrauen’

Wie stehen die Deutschen dem Thema Geld gegenüber?

Dienstag, 12. Mai 2009

Hat Sie auch schon immer interessiert, wem Ihr Nachbar sich beim Thema Geld anvertraut? … oder ob er beim Gehalt manchmal ein paar Euros dazu schwindelt? Genau solchen Fragen ist die comdirect Bank mit einer Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut forsa durchgeführt wurde, auf den Grund gegangen. Anlass war das Bestreben, als Bank seine Kunden besser zu verstehen, also genau nachzuvollziehen, wie Menschen über das Thema Geld denken, wie sie mit dem Thema umgehen, was sie zu bestimmten Handlungen bewegt - und auf welcher Wissensbasis. Wir sind uns sicher, dass das auch die smava Nutzer interessiert und haben für Sie die interessantesten Ergebnisse zusammengefasst:

  • Dass Geld ein Tabuthema ist, hat sich durch die Studie bestätigt. “Über Geld redet man nicht” haben 72% der Befragten bejaht. Bei Freunden, Verwandten und Bekannten reden die Deutschen sogar lieber über ihr Sexleben (8%) als über ihr Einkommen (4%).
  • Jeder fünfte Deutsche gibt zu, dass er es in Gesprächen mit Freunden und Bekannten beim Thema Gehalt mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt und seine finanzielle Situation etwas schlechter oder besser darstellt als sie tatsächlich ist. Ihren Lebenspartnern geben die meisten Deutschen dagegen ganz unverfälscht die Höhe ihres Gehalts preis.
  • Der Lebenspartner ist auch die Person, denen die Deutschen beim Thema Geld grundsätzlich das meiste Vertrauen schenken. Im Unterschied dazu ist das Vertrauen gegenüber Finanzberatern vergleichsweise gering: Nur die Hälfte der deutschen Verbraucher verlässt sich auf den Berater eines Geldinstituts. Aber dennoch: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Denn jeder sechste Deutsche kontrolliert ganz gerne heimlich die Ausgaben seines Ehe-/ Lebenspartners. Bei 23% der Befragten kommt es wegen Geldangelegenheiten sogar zum Streit.
  • Erstaunlich finden wir außerdem die Ergebnisse in punkto Finanzwissen: Tatsächlich weiß ein Viertel der deutschen Bevölkerung nicht, welche Bedeutung hinter dem Begriff Inflation steckt. 43% der Befragungsteilnehmer fühlen sich bei Finanzfragen überfordert.
  • Die meisten Deutschen (71%) haben durch die Finanzkrise das Vertrauen in das Wirtschaftssystem verloren, jedoch nur 21% haben auch Konsequenzen daraus gezogen, beispielsweise durch mehr Achtsamkeit oder Sparsamkeit.
  • Sehr interessant ist auch die Erkenntnis, dass diejenigen, die Geld an Freunde oder Bekannte verleihen, dies an bestimmte Bedingungen knüpfen: 84% der privaten Geld-Verleiher möchten wissen, wofür das Geld bestimmt ist. Wichtig dabei ist vor allem, dass das Geld möglichst sinnvoll zum Einsatz kommt und nicht etwa für die Begleichung von Spielschulden oder eine Schönheits-OP verwendet wird.

Letzteres ist ein Punkt, der bei smava von zentraler Bedeutung ist. Denn die Transparenz wofür das Geld verwendet wird, ist für viele Anleger eine wichtige Motivation, bei smava mitzumachen. Man entscheidet selbst, wem man das Geld gibt und wofür - normalerweise für Themen, die einem selbst am Herzen liegen. Die 2007 im Auftrag von smava vom Meinungsforschungsinstitut tns infratest durchgeführte Studie “Wie verleihen Deutsche privat Geld - und wofür?” kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Die Bereitschaft, Geld an andere Privatleute zu verleihen, ist vom Einsatzzweck abhängig. Am liebsten wird Geld verliehen, wenn der Geldgeber die Leidenschaft des Kreditnehmers teilt oder das Gefühl hat, der anderen Person bei einer “guten” Sache zu helfen, beispielsweise wenn es um Weiterbildung, Studium, Familienfeiern oder Umschuldung geht. Im Vergleich zur aktuellen forsa-Studie war der Anteil der Deutschen, die angegeben haben, privat Geld zu verleihen, 2007 noch niedriger und lag bei etwa einem Viertel. Mittlerweile verleihen laut forsa-Studie bereits 60% der Deutschen privat Geld.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Der Kredit für den Supermann

Mittwoch, 18. März 2009

Obwohl immer mehr deutsche Verbraucher den Banken mittlerweile misstrauen, ist der Bankberater oft immer noch die erste Anlaufstelle für Privatpersonen, die auf der Suche nach einem günstigen Ratenkredit sind. Etwa 30% der deutschen Verbraucher geben sich mit dem erstbesten Kreditangebot der Hausbank zufrieden - so eine Umfrage von TNS Infratest. Der Gang zur Hausbank ist natürlich die einfachste und bequemste Lösung. Und viele Kreditinstitute werben auch regelmäßig mit traumhaft niedrigen Zinsen. Wieso sich also nach Alternativen umschauen? Ganz einfach: Weil es sich bei den verführerischen Werbebotschaften in den allermeisten Fällen um Lockvogelangebote handelt. Mit dem in der Werbung kommunizierten Zinssatz von 4% im Hinterkopf begibt sich der Kredit-Suchende also in die Bankfiliale. Ist er schon mal hier, geht er auch mit einem Kreditvertrag in der Hand nach Hause, selbst wenn darauf nicht der niedrige Zins aufgeführt ist, den er sich ursprünglich vorgestellt hätte - ganz im Sinne der werbetreibenden Banken.

Um bei einer Bank, die mit unschlagbar günstigen Krediten wirbt, in den Genuss des niedrigsten Zinssatzes zu kommen, hat der Kreditantragsteller eine ganze Reihe von Kriterien zu erfüllen, beispielsweise Einkommen, laufende Kredite, Alter, Arbeitsverhältnis und Bonität. Kaum ein Konsument erfüllt tatsächlich alle Anforderungen, um in den Gültigkeitsbereich der niedrigsten Zinsen zu fallen. Der Traum vom supergünstigen Wunschkredit zerplatzt also nach dem Gespräch mit dem Bankberater für etwa 95% der Kreditnehmer wie eine Seifenblase. Die FAZ spricht vom “Supermann-Kredit“.

Ein interessanter Aspekt dabei ist die Tatsache, dass die Leitzinsen in den letzten Monaten stark gesunken sind, die Banken ihre Kreditangebote für Privatkunden seit Oktober 2008 allerdings nicht wesentlich vergünstigt haben. Was sich deutsche Privatverbraucher außerdem vor Augen führen sollten: Stellt ein und derselbe Kreditnehmer einen Antrag bei verschiedenen Banken, so liegen die angebotenen Kreditzinsen oft erschreckend weit auseinander. Ein Vergleich mehrerer Kreditangebote lohnt sich also in jedem Fall. Gerade vor dem Hintergrund der prognostizierten Konjunkturkrise können es sich die wenigsten Kreditnehmer leisten, aufgrund mangelnder Informationsbeschaffung bares Geld zu verschenken.

Es zeichnet sich aber eine eindeutige Tendenz ab: Das Vertrauen in Banken sinkt und Verbraucher machen sich zunehmend Gedanken über alternative Möglichkeiten, sich Geld zu leihen. Nicht zuletzt dieser Entwicklung hat smava den starken Zuwachs bei Kreditnehmern in den letzten Monaten zu verdanken.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH

Anleger verlieren das Vertrauen in Banken

Dienstag, 3. Februar 2009

Im Zuge der Finanzkrise sind Besserverdiener misstrauischer gegenüber Banken geworden. Das belegt der aktuelle German Wealth Monitor (GWM) - eine Studie, die vom Frankfurter Institut BrandControl seit 2006 zweimal jährlich unter 1.000 deutschen Top-Verdienern durchgeführt wird. Neben Anlageverhalten und Mediennutzung werden vor allem Einstellungen zu Banken sowie das Vertrauen in die Geldinstitute untersucht.

Die Inanspruchnahme der staatlichen Rettungspakete durch angeschlagene Banken wird laut GWM von Spitzenverdienern zwar grundsätzlich positiv bewertet und als hilfreiches Mittel angesehen, um die Finanzkrise schneller zu überwinden. Andererseits fördert dies nicht gerade die Reputation und das Kundenvertrauen. Nach Meinung von Dr. Harald Jossé, Geschäftsführer BrandControl, müssen Banken ihren Kunden jetzt glaubwürdig vermitteln, dass die Sicherheit der Geldanlage an oberster Stelle steht. Sie müssen Wege aufzeigen, wie sie sich zukünftig gegen ähnliche Entwicklungen und Risiken absichern wollen. Nur dann wird es den Banken gelingen, das Vertrauen ihrer Anleger zurückzugewinnen.

Deutsche Spitzenverdiener haben in Bezug auf ihre Geldanlage zunehmend Bedürfnis nach erhöhter Sicherheit, transparenter und aufrichtiger Kommunikation. Jeder vierte Anleger, der im Rahmen des German Wealth Monitor befragt wurde, hat vor, sein Anlageverhalten zu ändern. Der Trend geht eindeutig weg von risikoreichen hin zu sicheren Anlageklassen. Außerdem vertrauen vermögende Anleger immer weniger auf die Anlagetipps der Bankberater und möchten ihr Vermögen zunehmend selbst verwalten.

Dass sich immer mehr Privatanleger nach Alternativen umschauen, merken wir bei smava deutlich und sehen in den letzen Monaten einen enormen Zuwachs bei Anlegern.

Investments auf dem smava Kreditmarktplatz weisen eine sehr geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen auf. Das Risiko der auf smava finanzierten Kredite ist wenig volatil und verhält sich unabhängig von der Entwicklung auf den Aktienmärkten. Angesichts der guten Renditen, die selbst nach Abzug des Risikoaufschlags und der ab 09.02. anfallenden Bearbeitungsgebühr zu erzielen sind, eignet sich eine smava Geldanlage hervorragend für die Depotbeimischung - ganz im Sinne einer wirkungsvollen Diversifikation. Durch die German Wealth Monitor Studie sehen wir uns auch darin bestätigt, einen Marktplatz zu schaffen, der Sicherheit, Transparenz und Fairness bietet und es den Nutzern ermöglicht, selbstbestimmt gute Geschäfte miteinander zu machen.

Viele Grüße,
Alexander Artopé, Geschäftsführer smava GmbH